Umstrukturierung
BenQ will auch südamerikanische Standorte schließen

BenQ geht nicht nur seinem deutschen Zweig an die Wäsche, auch die Standorte in Südamerika müssen zittern. Der Taiwaner Elektrokonzern will dort seinen Handy-Vertrieb beenden oder zumindest deutlich verkleinern.

HB TAIPEH. Die Vertriebsstandorte in Argentinien, Chile, Uruguay und Paraguay hätten unter der Neuorganisation des Handygeschäfts zu leiden haben, sagte BenQ-Finanzvorstand Eric Yu. „Die Vertriebsbüros in Lateinamerika werden geschlossen oder verkleinert.“ Zuletzt hatte BenQ in der Region eine brasilianische Fabrik mit rund 600 Mitarbeitern geschlossen. In Südamerika hatte die einstige Siemens-Handysparte, die vor einem Jahr an BenQ ging, seinerzeit die größten Markterfolge verzeichnet.

Sein Haus gehe durch eine tiefgreifende Restrukturierungsphase, sagte Yu. Die Aktivitäten im heimischen Taiwan, in China, Südostasien, Indien und dem Nahen Osten seien davon aber nicht betroffen.

Ende September überließ der Konzern seine Tochter in Deutschland der Insolvenz. Nach eigenen Angaben haben die Asiaten hierzulande 840 Mill. Euro in den Sand gesetzt. Seither sind 3000 Mitarbeiter akut von der Arbeitslosigkeit bedroht. Insolvenzverwalter Martin Prager hat für Donnerstag nach einer Betriebsversammlung eine Pressekonferenz zum neuesten Stand der Entwicklungen angekündigt. Prager will die deutsche BenQ als Zulieferer für die Mobiltelefonindustrie fortführen.

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