Umstrukturierung
Finanzspritze für Sanyo

Der Elektronikkonzern Sanyo ist finanziell schwer angeschlagen. Nun sollen die Japaner nach eigenen Angaben eine Finanzspitze in Höhe von umgerechnet 2,15 Milliarden Euro erhalten.

HB TOKIO. Sanyo will die Mittel in erster Linie zur Finanzierung der für die Rettung des Unternehmens notwendige Umstrukturierung einsetzen. Im ersten Halbjahr rutschte Sanyo in die roten Zahlen und erwartet auch im Gesamtjahr einen hohen Verlust. Die Sanyo-Aktie legte nach der Nachricht am Mittwoch um 2,2 Prozent zu.

Die Summe der Finanzspritze liegt am obersten Ende der bereits im November genannten Spanne. Damals hatte das Unternehmen erklärt, zwischen 200 und 300 Mrd. Yen (1,43 bis 2,15 Mrd. Euro) durch die Ausgabe neuer Aktien an Goldman Sachs, die Sumitomo Mitsui, Daiwa Securities und bisherige Aktionäre einnehmen zu wollen.

Die Aktienemission wird die Eigenkapitalquote von Sanyo auf über zehn Prozent von derzeit 6,6 Prozent erhöhen. Damit bleibt allerdings die Eigenkapitalausstattung des Unternehmens schwächer als die von Matsushita und Sharp, deren Eigenkapitalquote über 40 Prozent liegt.

Sanyo ist ein Symbol dafür, wie kurzlebig Erfolg im digitalen Zeitalter besonders für Technikunternehmen sein kann. Noch vor wenigen Jahren galten die Japaner als einer der Gewinner in der Technologie-Branche. Im vergangenen Jahr beschädigte ein Erdbeben eine Chip-Fabrik des Unternehmens schwer und die Nachfrage nach digitalen Kameras ließ nach.

Unter anderem wegen einer Neubewertung seiner Vermögenswerte rutschte der Konzern nun im ersten Halbjahr des laufenden Jahres in die roten Zahlen. Für das im März endende Gesamtjahr geht Sanyo von einem Netto-Verlust von 233 Mrd. Yen (1,67 Mrd. Euro) aus.

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