US-Konzern gibt Technologien frei
IBM ändert China-Strategie

Die kommunistische Regierung in Peking fördert die Nutzung heimischer IT-Technologie. Offenbar will auch IBM Aufbauhilfe für die IT-Industrie in China leisten und seine Technologie mit anderen Unternehmen teilen.
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PekingIBM hat angesichts des wachsenden politischen Drucks in China eine neue Strategie für den Riesenmarkt angekündigt. Künftig werde man seine Technologie mit chinesischen Unternehmen teilen, erklärte Konzernchefin Virginia Rometty am Montag auf einer Konferenz in Peking. Man dürfe die Volksrepublik nicht nur als Absatzziel oder Fertigungsstandort begreifen.

Es sei verständlich, dass das Land mit einer Bevölkerung von 1,3 Milliarden Menschen eine eigene IT-Industrie aufbauen wolle. „Ich glaube, einige Unternehmen könnten das als Bedrohung sehen. Wir von IBM dagegen sehen darin eine große Chance.“ Nun dürfen chinesische Firmen auf der Grundlage von IBM-Produkten eigene Halbleiter, Server und Software fertigen.

Die kommunistische Regierung in Peking fördert die Nutzung heimischer IT-Technologie. So soll eine eigene Industrie aufgebaut werden. Außerdem wird diese Politik als Reaktion auf die Enthüllungen des ehemaligen US-Geheimdienstmitarbeiters Edward Snowden über amerikanische Cyberspionage gesehen. IBM gehört zu den Unternehmen, die am stärksten davon betroffen sind: Nachdem die Snowden-Dokumente veröffentlicht wurden, brach der Absatz im Reich der Mitte ab dem dritten Quartal 2013 ein. Inzwischen hat er sich allerdings stabilisiert.

Die chinesische Politik hat zur Folge, dass ausländische Unternehmen stärker mit einheimischen zusammenarbeiten. So sprach SAP im Oktober davon, als „komplementärer Mitspieler“ auf dem Markt seine Software auf Hardware von Lenovo zu verkaufen.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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