US-Mobilfunker Sprint
Argumente gegen AT&T-Telekom-Fusion

Die geplante Fusion von AT&T mit der US-Tochter der Telekom macht den Mitbewerbern Angst. Nach der Fusion hätte der neue Konzern immerhin 40 Prozent der US-Bevölkerung als Kunden, nämlich 131 Millionen.
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New YorkDer US-Mobilfunkbetreiber Sprint Nextel hat die amerikanische Regulierungsbehörde FCC gebeten, die milliardenschwere Übernahme der Telekom-Tochter T-Mobile USA durch den Konkurrenten AT&T zu untersagen. „Die geplante Transaktion würde keine greifbaren Vorteile für die Öffentlichkeit bringen und dem Wettbewerb ernsthaft schaden...“, hieß es in einem Sprint-Schreiben an die FCC am Dienstag.

Auch ein Verkauf von Unternehmensteilen oder Auflagen würden keine Abhilfe bringen. Außerdem dürfte die Fusion die Preise für die Verbraucher erhöhen. Rivale Sprint Nextel, die Nummer Drei in den USA, fürchtet, zwischen den beiden Riesen aufgerieben zu werden und geht seit Bekanntgabe des Deals im März auf die Barrikaden.

Der 28 Milliarden Euro schwere Verkauf ihrer glücklosen US-Mobilfunktochter T-Mobile USA an AT&T ist für die Deutsche Telekom zur Zitterpartie geworden. Wettbewerbshüter und Politiker in den USA werden den Deal etwa ein Jahr lang unter die Lupe nehmen. Telekom-Chef Rene Obermann rechnet fest mit einem Okay für die Transaktion. Der Weg zur Genehmigung ist aber mühsam.

In den USA geht vor allem die Angst um, dass AT&T den Rest der Branche an die Wand drücken könnte. Zusammen hätten die beiden Konzerne 131 Millionen Mobilfunk-Kunden - das sind gut 40 Prozent der gesamten US-Bevölkerung. Der derzeitige Marktführer Verizon Wireless zählt 104 Millionen Handy-Telefonierer.

Reuters

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