Verkauf im ersten Quartal 2007
Sanfter Auftritt der neuen Pro Sieben Sat 1-Eigner

Der Verkauf des Mehrheitsanteils an der Pro Sieben Sat 1 Media AG an die Finanzinvestoren Permira und KKR soll im ersten Quartal 2007 abgeschlossen werden. Diesen Zeitplan nannte Haim Saban in einer Telefonkonferenz. Der Milliardär verabschiedete sich mit einem Dank vom Unternehmen und dem deutschen Fernsehmarkt.

HB MÜNCHEN. Die German Media Partners, ein Konsortium von Finanzinvestoren um Saban, hatte in der Nacht zu Freitag angekündigt, ihren 50,5-Prozent-Anteil für rund 3,1 Mrd Euro an Permira und KKR zu verkaufen. Die Transaktion steht unter dem Vorbehalt der Genehmigung durch Kartell- und Medienbehörden.

Die neuen Eigentümer wollen die Vorzugsaktien der Sendergruppe nicht von der Börse nehmen. „Wir wollen das derzeitige Listing beibehalten“, sagten Vertreter von KKR und Permira in einer Telefonkonferenz. Es gebe auch keine Pläne für einen Squeeze-Out oder dafür, die derzeitige Aktienstruktur zu ändern. Neben den notierten Vorzugsaktien gibt es auch Stammaktien, die aber nicht an der Börse gelistet sind.

In ihrem Konzept für die Sendergruppe haben die neuen Eigentümer ferner keine Stellenstreichungen vorgesehen. „Es gibt absolut keine Pläne zum Stellenabbau“, hieß es weiter in der Telefonkonferenz. Die beiden Finanzinvestoren wollen ProSiebenSat.1 mit der europäischen Sendergruppe SBS, die ihnen bereits gehört, verschmelzen. „Es ist klar, dass es Synergien geben wird“, sagte Pro Sieben Sat 1-Chef Guillaume de Posch. „Es ist aber zu früh, um jetzt schon präzise Antworten zu geben.“ Das internationale Wachstum solle auch über Zukäufe finanziert werden, kündigten die neuen Eigner an.

Der US-Milliardär Haim Saban hat sich unterdessen mit einem Dank an das Management und die Mitarbeiter von ProSiebenSat.1 aus dem deutschen Fernsehmarkt verabschiedet. Als er vor gut drei Jahren bei Pro Sieben Sat 1 eingestiegen sei, habe sich Deutschlands größter TV-Konzern „am Rande des Bankrotts“ bewegt, sagte Saban. Seither habe sich das Unternehmen prächtig entwickelt. „Ich bin stolz auf unseren Erfolg.“ De Posch sei „der beste Fernseh-Manager in Europa und wahrscheinlich in der Welt“.

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