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Springer-Verlag will Regionalzeitungen verkaufen

Der Verlagskonzern Axel Springer will sich Presseberichten zufolge von mehreren Regionalzeitungen in Deutschland trennen und zugleich in Polen zukaufen.

HB FRANKFURT. Springer wolle seine Beteiligungen an der "Leipziger Volkszeitung" (50 Prozent), der "Ostsee-Zeitung" (50 Prozent) aus Rostock, den "Lübecker Nachrichten" (49 Prozent) und den "Kieler Nachrichten" (24,5 Prozent) verkaufen und stehe in Gesprächen mit der Verlagsgruppe Madsack aus Hannover, hieß es in Berichten von "Süddeutscher Zeitung" ("SZ") und "Financial Times Deutschland" ("FTD") am Mittwoch übereinstimmend. Laut "FTD" könnte der Verkauf Springer rund 400 Mio. Euro einbringen.

Madsack, Verleger der "Hannoverschen Allgemeinen Zeitung", hat ein Zeitungsimperium, das bis nach Hessen reicht. Er hält auch die restlichen Anteile an der "Leipziger Volkszeitung". Die Verhandlungen über die anderen Beteiligungen seien wegen der Miteigentümer der Regionalzeitungen schwierig, hieß es in der "SZ". Neben den bundesweit verbreiteten Blättern "Bild" und "Die Welt" gehören Springer die Regionaltitel "Hamburger Abendblatt" und "Berliner Morgenpost".

Die "FTD" zitierte eine Springer-Sprecherin, es gehöre seit Jahren zur Wachstumsstrategie des Konzerns, das internationale und das Online-Geschäft zu stärken. Dem Zeitungsbericht zufolge ist Springer an einer 51-Prozent-Beteiligung an dem polnischen Verlag Presspublica interessiert, der die große Tageszeitung "Rzeczpospolita" herausgibt. Die Anteile gehören Mecom, der britischen Medienholding, die in Deutschland als Eigentümerin der "Berliner Zeitung" bekannt ist. Springer hatte im Juni sein Interesse am 49-prozentigen Anteil des polnischen Staates an Presspublica bekundet.

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