Verlage sehen Urheberrecht geschützter Werke gefährdet
Google setzt Bücher-Scan aus

Das Unternehmen Google Inc., die weltgrößte Internet-Suchmaschine, setzte das Scannen urheberrechtlich geschützter Bücher zum Aufbau digitaler Bibliotheken vorerst aus, wie US-Medien am Samstag berichteten. Grund sind Proteste von Verlagen.

HB WASHINGTON. Leseratten müssen nun zumindest etwas länger darauf warten, am heimischen Computer Bücher aus berühmten Bibliotheken durchstöbern zu können.

Google hatte zunächst geplant, 15 Millionen Bücher aus fünf Bibliotheken in den USA und Großbritannien zu scannen. Die Verlage befürchten den Berichten zufolge, dass die Digitalisierung zu Raubkopien und illegaler Verbreitung der Bücher führt - ähnlich, wie dies die Musikindustrie mit CDs erlebt hat. Außerdem argumentieren sie, dass Google vom virtuellen Bücherangebot finanziell profitieren dürfte, aber bisher keine Zahlung von Tantiemen angeboten hat.

Google, eine der erfolgreichsten und finanzstärksten Internetfirmen, hatte im Dezember mit dem Scannen der ersten Bücher dieses Projekts begonnen. Dazu zählen auch urheberrechtlich geschützte Bücher der Universitätsbibliotheken Harvard, Stanford und Michigan. Wie Google nun auf seiner Webseite bekannt gab, soll das Scannen bis November ausgesetzt werden. In der Zwischenzeit sollen die Verlage mitteilen, welche Bücher sie nicht digitalisiert haben wollen. Wie viele Bücher bereits gescannt wurden, ist unklar.

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