Versteigerung Mobilfunk-Lizenzen USA
Nach Runde 20 steht T-Mobile gut da

Die Versteigerung von Mobilfunklizenzen in den USA verläuft für die Deutsche-Telekom-Tochter T-Mobile bislang erfolgreich. Nach 20 Bieterrunden hat das Unternehmen das höchste Gebot abgegeben.

HB WASHINGTON. T-Mobile hat mit insgesamt mehr als 3 Mrd. Dollar die höchsten Gebote für 77 Lizenzen abgegeben. Auf dem zweiten Platz der Auktion liegt Verizon Wireless mit Geboten für 4 Lizenzen, für die der US-Konzern 2,8 Mrd. Dollar auszugeben bereit ist. Das US-Mobilfunkgeschäft gilt als Wachstumsmotor bei der Deutschen Konzern, weshalb die Deutschen kräftig mitbieten. Im Heimatmarkt leidet der Bonner Konzern vor allem unter Einbrüchen im Festnetz und der scharfen Konkurrenz im Geschäft mit schnellen Internet-Anschlüssen.

Ein Bieter ist ob der hohen Summen am Mittwoch bereits ausgestiegen: das Gespann aus Direct-TV und Echo-Star Communications Group. Die beiden amerikanischen Satelliten-TV-Betreiber waren gemeinsam mit dem Medienkonglomerat Liberty Media als Bieter aufgetreten. Die Gruppe namens Wireless DBS LLC hatte zunächst das stärkste Interesse unter allen 168 Teilnehmern der Auktion gezeigt, ihr Engagement seit Montag aber bereits stark zurückgefahren. Wireless DBS LLC hatte seine Ambitionen vor der Auktion auch damit unterstrichen, dass es mit 972,5 Mill. Dollar die höchste Anzahlung im Bieterfeld leistete.

Im Rennen ist weiterhin auch ein Bieter-Konsortium, das der drittgrößte US-Mobilfunkanbieter Sprint Nextel mit Comcast und Time Warner bildet.

Insgesamt lagen der US-Telekommunikationsaufsicht FCC nach der 20. Runde Gebote über mehr als 10,2 Mrd. Dollar für die 1 122 Lizenzen vor. Bei der Auktion könnten nach Expertenmeinung bis zu 15 Mrd. Dollar zusammenkommen. Die Versteigerung dürfte sich über mehrere Wochen hinziehen.

Mit den Lizenzen für zusätzliche Sendefrequenzen können die Anbieter ihre bestehenden Netze ausbauen. Wahlweise stehen sie aber auch für den Mobilfunk der dritten Generation (3G) zur Verfügung, über den die Unternehmen neue Dienste wie schnelles Internet anbieten können. In Deutschland entspricht der 3G-Standard dem UMTS-Netz.

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