Vodafone
Preiskampf in Indien setzt Mobilfunker zu

Vodafone muss seine Gewinnprognose senken. Der zweitgrößte Mobilfunkkonzern der Welt kämpft an gleich zwei Fronten mit der harten Konkurrenz – auf dem britischen Heimatmarkt und in Indien.
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London/FrankfurtVodafone stutzt wegen des Preiskampfs in Indien und auf dem Heimatmarkt Großbritannien die Gewinnprognose zurecht. Das Betriebsergebnis dürfte im noch bis Ende März laufenden Geschäftsjahr nur um drei Prozent wachsen, teilte der weltweit zweitgrößte Mobilfunkkonzern am Donnerstag mit. Bislang rechneten die Londoner mit einer Steigerung von mindestens drei bis sechs Prozent.

Auf dem Heimatmarkt litt das Unternehmen unter dem starken Wettbewerb in der Geschäftskundensparte. Der Service-Umsatz, bei dem die Kosten für Handysubventionen herausgerechnet sind, sank im Vereinigten Königreich um gut drei Prozent. Gruppenweit stieg die Kennzahl im vorigen Quartal um 1,7 Prozent auf 12,3 Milliarden Euro. Rund 2,5 Milliarden Euro entfallen dabei auf die Tochter Vodafone Deutschland, ein Plus von 1,8 Prozent.

Der indische Telekom-Markt ist in Aufruhr, seitdem Reliance Industries voriges Jahr neu eingestiegen ist. Das vom reichsten Mann des Landes, Mukesh Ambani, kontrollierte Unternehmen verkauft seit September unter der Marke Jio Gesprächsminuten und Megabyte an die mehr als eine Milliarde Inder. Da Jio sehr spät auf dem global zweitgrößten Telekom-Markt startete, versucht die Firma mit günstigen Datenpreisen und Gratis-Gesprächen Kunden zu locken. Wegen des harten Preiskampfs schrieb Vodafone vor drei Monate bereits fünf Milliarden Euro auf die Indien-Sparte ab.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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