Vor US-Erweiterung
Alcatel steigert Umsatz, verdient aber weniger

Der weltgrößte Anbieter für Breitbandanschlüsse behauptet sich in einem hartumkämpften Feld mit ordentlichen Umsatzzahlen. Alcatel wird von Analysten angesichts der geplanten Übernahme der amerikanischen Lucent Technologies genau unter die Lupe genommen.

HB PARIS. Alcatel profitierte durch höhere Erlöse im Festnetzgeschäft. Obwohl der französische Telekomausrüster seinen Umsatz im ersten Quartal steigern konnte, fielen die Gewinne. Das Wettbewerbsumfeld sei sehr hart gewesen und werde dies auch im laufenden Quartal bleiben, sagte Alcatels Vorstandschef Serge Tchuruk.

Der Umsatz sei gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 18 Prozent auf 3,1 Mrd. Euro geklettert, teilte die Gesellschaft am Donnerstag in Paris mit. Analysten hatten nur mit einer 12-prozentigen Zunahme auf 2,92 Mrd EUR gerechnet. Der Überschuss sank allerdings um 20 Mill. auf 104 Mill. Euro. Der operative Gewinn wuchs von 107 Mill. auf 198 Mill. Euro. Auch der Gewinn je Aktie fiel um 8 Prozent.

Alcatels Ergebnis hing vor allem vom Festnetzgeschäft ab, das 40 Prozent des Konzernumsatzes ausmacht. Für das Gesamtjahr zeigte sich Serge Tchuruk gegenüber der Nachrichtenagentur Bloomberg optimistisch: "Wir rechnen weiterhin mit einer leichten Verbesserung beim operativen Gewinn." Der Boom bei Festnetzanschlüssen, die auch größere Daten und Videos übertragen können, garantiere die Nachfrage auf dem Hauptgeschäftsfeld.

Wie Alcatel schon Anfang April ankündigte, steht die Übernahme des amerikanischen Konkurrenten Lucent Technologies bevor. Lucent ist der größte Hersteller von Telefonausrüstung in den USA. Es wird mit einem Kaufpreis von gut 13 Mrd. Dollar gerechnet. Lucent hatte jüngst fallende Verkaufszahlen veröffentlicht und für das zweite Quartal einen Gewinnrückgang in Aussicht gestellt.

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