Vorstandswechsel
Obermann verlässt die Telekom

Wechsel an der Spitze der Telekom: René Obermann gibt Ende 2013 den Vorstandsvorsitz ab. Aufrücken soll stattdessen der bisherige Finanzvorstand Höttges. Dabei war Obermanns Vertrag erst Ende 2010 verlängert worden.
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BonnTelekom-Chef Rene Obermann gibt Ende 2013 seinen Posten ab. Nachfolger zum 1. Januar 2014 werde der bisherige Finanzvorstand Timotheus Höttges, teilte die Deutsche Telekom am Donnerstag überraschend mit. Obermann habe den Aufsichtsrat um die Entbindung von seinen Aufgaben gebeten. Diesem Wunsch sei entsprochen worden. Der Aufsichtsrat habe zudem beschlossen, Höttges mit Wirkung zum 1. Januar 2013 zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben zum stellvertretenden Vorstandsvorsitzenden zu bestellen.

Den vorzeitigen Wechsel an der Spitze des Telefonkonzerns begründet Obermann mit dem Wunsch nach einer frühzeitig geregelten Nachfolge. „Wir haben in den vergangenen Jahren Lösungen für die wesentlichen Baustellen gefunden“, sagt René Obermann. Zuletzt hatte er die Aktionäre aber Verzicht üben lassen: Sie müssen in den kommenden zwei Jahren eine Dividende in Höhe von lediglich 50 Cent je Aktie in Kauf nehmen. Für das Jahr 2012 sollen die Aktionäre noch eine stabile Dividende von 70 Cent erhalten.

„Jetzt ist ein geeigneter Zeitpunkt, um die Staffelübergabe vorzubereiten und einen geordneten Übergang sicherzustellen“, so Obermann. Die Nachfolge sei aus seiner Sicht bei Höttges in den besten Händen. „Ich kann mir keinen Besseren vorstellen als ihn, um die gute Entwicklung der letzten Jahre fortzuschreiben“, sagt Obermann.

Der 49-Jährige wolle nach 16 Jahren Tätigkeit für die Telekom zudem wieder näher ans operative Geschäft rücken, als das für den Vorstandsvorsitzenden eines Großkonzerns möglich sei, und stärker unternehmerische Aufgaben übernehmen, hieß es. „Ich will wieder mehr Zeit für Kunden, Produktentwicklung und Technik haben“, sagte er. Er wolle wieder „näher an den Maschinenraum“.

Die Ankündigung kommt in einer bewegten Zeit für den Telefon-Konzern. Im Oktober hatte Obermann publik gemacht, er wolle die kriselnde US-Tochter mit einer Fusion wieder flott machen. Gleichzeitig will die Telekom in Deutschland in den nächsten Jahren für Milliarden ein superschnelles Datennetz bauen.
Die T-Aktie baute ihre leichten Gewinne nach der Ankündigung auf bis zu 0,7 Prozent aus, notierte wenig später aber wieder nur 0,1 Prozent fester bei 8,59 Euro. Der Markt müsse sich erst noch seine Meinung zu dem Rücktritt bilden, sagte ein Händler. Finanzvorstand Höttges genieße am Markt aber einen guten Ruf.

Im Dezember 2010 war der Vertrag von Obermann noch um weitere fünf Jahre bis Ende Oktober 2016 verlängert worden. Obermann sei der „richtige Mann für die Zukunft“, lobte damals Aufsichtsratschef Ulrich Lehner. „René Obermann hat in den vergangenen Jahren erstklassige Arbeit geleistet.“ Er sei der richtige Mann für die Zukunft des Unternehmens, weil er Marktverständnis mit Zielstrebigkeit und dem Willen verknüpfe, unterschiedliche Interessen auszubalancieren.

Bis 2015, so hatte es sich Obermann damals vorgenommen, soll die Telekom wieder aus eigener Kraft wachsen, und zwar mindestens so schnell wie die Wirtschaft insgesamt. Nun wird ein Teil des Weges ein anderer bestreiten.

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  • Es fehlen noch Bahn, Wasser, Gesundheitswesen....Private Partnership... verrückt.

  • Christentum und Islam ist nur ein Derivat des Judentums.
    Mich hat immer gewundert wieso 75 % der Priester nicht an das glauben, was sie predigen(Umfragewerte). Sie wissen eben wovon sie reden. Eine Religionsgründung 70 Jahre nach Ableben des scheinaren Begründers im Christentum, im Islam gab es erst Jahrhunderte später erst schriftlich Beschreibungen(persisch).Es ist hier nicht um Religiostät und Glauben, sondern die Zugehörigkeit zu einer k.V., die weltweit agiert.

    In Italien wird sie C.N genannt. In Rußland nennt man sie... Aber diese Organsiationen sind nur national organisiert, sind nur kleinste Fischchen und haben mit der Organisation, die ich meine in erster Linie nicht kausal etwas zu tun.

    Die Organisation, um die es hier geht, besteht aus zahlreichen scheinbar selbständigen Organisationen, die aber in Wirklichkeit miteinender verwoben sind.Man muß im Hintergrund bleiben,wenn man große schier unglaubliche Pläne hat. (Sagte schon der chinesische Feldherr Sun Tse)

    Allein die kleinen Mosaiksteine, die Banken, haben trotz Derivate -solange das System besteht, ungeheure finanzielle und damit auch politische/militärische Mittel.

    Vor einigen Jahrzehnten oder auch Jahren hätte sich die meisten das gar nicht vorstellen können. Das System Gladio, das europa agiert(e) oder noch agiert, hätten die meisetn für eine Verschwörungstheorie gehalten. Wieso beschäftigt allein die USA Millionen Menschen in Geheimdiensten. Aber das ist nicht die Organisation,die ich meine. Dies Organisationen verhalten sich wie Parasit und Wirt und haben dennoch eine viel größere Macht.

  • Bisher sind alle Börsengänge des Bundes gefloppt,ob Telekom,Post,Postbank,T-Online,T-Mobile kam erst gar nicht an die Börse,Gott sei Dank.

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