Wachstum im militärischen Bereich
Satellitenbauer sehen wieder Sterne

Nach Jahren der Krise schalten die europäischen Satellitenhersteller wieder auf Wachstum. „Es geht definitiv wieder bergauf“, sagt Patrick Agnieray, Vertriebschef von Alcatel-Alenia.

MÜNCHEN. „Wir erwarten kräftiges Wachstum und suchen wieder neue Mitarbeiter“, sagt auch Andreas Lindenthal von der EADS-Tochter Astrium. Bis Mitte 2007 will Astrium europaweit 500 neue Techniker und Ingenieure einstellen.

Der neue Boom kommt aus dem Geschäft mit privaten Telekommunikationssatelliten. Der sei nach dem Platzen der Internetblase tot gewesen, sagen Astrium und Alcatel-Alenia. Beide mussten ihr Geschäft sanieren, Stellen streichen und lebten in erster Linien von Aufträgen für die europäische Weltraumagentur ESA und der Militärs. Doch mit dem wachsenden Bedarf an neuen Fernsehdiensten, Handy-TV und vor allem schnellen und breitbandigen Internetverbindungen zwischen den Kontinenten investieren die Satellitenbetreiber wieder massiv in neue Kapazitäten. „Das wird einige Jahre anhalten“, sagt Alcatel-Alenia-Vertriebschef Agnieray. Jeder neue Telekommunikationssatellit bringt 120 bis 150 Mill. Euro in die Kasse.

Beide Unternehmen melden Großaufträge. Erst vergangene Woche bestellte der Satellitenbetreiber SES Global einen neuen Fernseh- und Breitbandsatelliten Astra 3B. Der Satellit soll ab 2009 über 50 zusätzliche Fernsehkanäle abstrahlen und so Platz für neue Digital und HDTV-Programme schaffen. Das hochauflösende Fernsehen braucht enorme Kapazitäten, die heutige Satelliten nicht liefern können. Seit gut einem Jahr werden in Deutschland HDTV-Fernsehgeräte verkauft, der Abosender Premiere und Pro Sieben Sat 1 sind die ersten Anbieter in Deutschland, die das neue Format ausstrahlen.

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