Wegen Prozessor
HP zieht gegen Oracle vor Gericht

Der Computerkonzern Hewlett-Packard und der Softwarehersteller Oracle waren einmal die besten Freunde. Jetzt zieht HP gegen Oracle vor Gericht. Stein des Anstoßes ist ein Prozessor, den Oracle veraltet findet.
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Palo AltoDer weltgrößte Computerkonzern Hewlett-Packard macht Ernst mit seiner jüngst ausgesprochenen Drohung und verklagt seinen ehemaligen guten Partner Oracle.

HP verlangt, dass Oracle mit seiner Software weiterhin die verbreiteten Itanium-Prozessoren unterstützt. Diese Chips sind das Herz vieler großer Firmenrechner von HP. Oracle sieht die Prozessoren indes als Auslaufmodell an.

„HP wird alle rechtlichen Möglichkeit ausschöpfen, um die Interessen seiner Kunden zu schützen“, teilte der Konzern am Mittwoch (Ortszeit) in seinem Firmenblog mit. Oracle sei gegenüber HP und den betroffenen mehr als 140 000 Kunden wortbrüchig geworden.

„HP ist der Überzeugung, dass Oracle rechtlich dazu verpflichtet ist, mit seiner Software die Itanium-Plattform zu unterstützen.“ HP reichte am Mittwoch Klage vor einem Gericht im kalifornischen Santa Clara ein, nachdem ein Brandbrief an Oracle in der vergangenen Woche nichts bewirkt hatte.

HP wirft Oracle vor, die Kunden zum Kauf der eigenen Computer drängen zu wollen. Oracle hatte den Server-Spezialisten Sun übernommen und versucht seitdem, den Firmenkunden seine Software samt der passenden Hardware zu verkaufen.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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