WhatsApp-Übernahme
EU-Kommission verhängt Strafe gegen Facebook

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Geldbuße hätte noch höher ausfallen können

Die Geldbuße sei aber eine deutliche Botschaft an Unternehmen, dass sie bei Verfahren zur Fusionskontrolle bei der EU richtige Angaben machen müssten, betonte die Kommissarin. Die Höhe solle abschreckende Wirkung haben. „Die Kommission muss sich beim Erlass ihrer Beschlüsse über die Auswirkungen von Zusammenschlüssen auf den Wettbewerb auf umfassende und präzise Informationen stützen können“, erklärte Vestager.

Die Strafe für Facebook hätte allerdings noch höher ausfallen können, nämlich ein Prozent des Jahresumsatzes. Das wären für 2016 umgerechnet 248 Millionen Euro gewesen. Die EU-Kommission räumte aber ein, dass das US-Unternehmen in dem Fall kooperiert und die falschen Angaben eingeräumt habe. Die 22 Milliarden Dollar schwere Übernahme selbst stand bei den Ermittlungen nicht infrage.

Die nun verhängte Strafe stehe zudem nicht mit laufenden nationalen Kartellrechtsverfahren im Zusammenhang, erklärte die Brüsseler Behörde weiter. Auch mögliche Fragen zum Schutz der Privatsphäre, des Daten- oder Verbraucherschutzes durch die im August 2016 erfolgte Aktualisierung der Nutzungsbedingungen von WhatsApp seien damit nicht abschließend geklärt.

In Deutschland darf Facebook nach einer Entscheidung des Hamburger Verwaltungsgerichts keine personenbezogenen Daten von WhatsApp-Nutzern verwenden. Die italienischen Behörden brummten WhatsApp vorige Woche eine Geldbuße von drei Millionen Euro in Verbindung mit Angaben zur Weitergabe von Daten an den Mutterkonzern auf. In Frankreich wurde zuletzt eine Strafe von 150.000 Euro gegen Facebook wegen des mangelnden Schutzes der Nutzer vor Werbetreibenden verhängt.

Facebook hatte allein im Schlussquartal 2016 einen Umsatz von 8,8 Milliarden Dollar und einen Gewinn von 3,6 Milliarden Dollar gemacht.

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  • Herr Hofmann Marc - 18.05.2017, 09:36 Uhr

    Hallo Herr Hofmann, lesen Sie eigentlich die Artikel vor ihre Kommentar?

    Da steht nämlich die Satz:

    "Facebook will die Strafe offenbar akzeptieren. „Die heutige Ankündigung bringt die Sache zum Abschluss“, erklärte ein Sprecher."

  • Ich gehe mal davon aus, dass Facebook schon Widerspruch eingelegt hat...bzw. frage ich mich...wie unabhängig eine EU-Kommission (Mitglieder) sein kann, die selbst auf Facebook zurückgreift...

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