Zahlen fürs die ersten neun Monate
„Bild“ bringt Springer dicke Gewinne

Das anziehende Anzeigengeschäft hat dem Medienkonzern Axel Springer in den ersten neun Monaten zu einem Gewinnsprung verholfen. Auch beim Kauf von Pro Sieben Sat 1 läuft's gut.

HB FRANKFURT. Der Vorstand gehe davon aus, das um Sondereffekte bereinigte Betriebsergebnis des Vorjahres in Höhe von 243,2 Millionen Euro klar zu übertreffen, gab die Axel Springer AG am Mittwoch bekannt. In den ersten neun Monaten habe das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Firmenwertabschreibungen (Ebita) bereits bei 248,3 Millionen Euro gelegen. Bereinigt um einen damaligen Vergleich mit der inzwischen Pleite gegangenen Mediengruppe Kirch sei dies seit Januar ein Gewinnzuwachs von gut einem Drittel. Der Nettogewinn von Springer erhöhte sich binnen Jahresfrist um 12,5 Prozent auf 156,3 Millionen Euro.

„Die Axel Springer AG ist in bester Verfassung. Wir haben in den ersten neun Monaten die Entwicklung in unserem Print-Kerngeschäft mit Erfolg vorangetrieben und die Finanzkraft weiter gestärkt“, zeigte sich Vorstandschef Mathias Döpfner zufrieden. Die positive Entwicklung werde sich fortsetzen, wenn das Wachstum im wieder anziehenden Anzeigengeschäft anhalte.

Wachstumstreiber in den ersten neun Monaten sei erneut die „Bild“-Zeitung mit rund 12 Millionen Lesern pro Ausgabe gewesen. Die auflagenstärkste Zeitung in Deutschland habe im Berichtszeitraum ihren bislang höchsten Ergebnisbeitrag geliefert.

Mit der milliardenschweren Übernahme des Fernsehsenders Pro Sieben Sat 1 kommt Springer weiter voran. Der Verlag habe sich inzwischen rund 28,53 Prozent der Pro Sieben Sat. 1-Vorzugsaktien gesichert. Im August hatte Springer bereits alle vom bisherigen Großaktionär, einer Investorengruppe um Haim Saban, gehaltenen Stamm- und Vorzugsaktien gekauft. Insgesamt erhöhe sich der Anteil Springers am Gesamtkapital der Sendergruppe auf 76,78 Prozent.

Springer will nach der Übernahme von Pro Sieben Sat 1 die Vorzugsaktien des TV-Konzerns in neue Springer-Vorzugsaktien tauschen. Der Zeitungsverlag will nach der milliardenschweren Übernahme mittelfristig mit dem Fernsehkonzern verschmelzen. Durch die Fusion entsteht der zweitgrößte deutsche Medienkonzern nach Bertelsmann.

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