Zahlen fürs erste Halbjahr
Bertelsmann bekommt weniger raus

Der Gütersloher Medienkonzern Bertelsmann hat ein durchwachsenes erstes Halbjahr 2005 hinter sich. Zwar stieg das operative Ergebnis (operating Ebit), doch unterm Strich kam weit weniger raus als noch ein Jahr zuvor.

HB FRANKFURT. Im Konzern sei das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) von 843 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum auf 564 Millionen Euro gesunken, teilte Bertelsmann am Mittwoch bei der Vorlage der Halbjahreszahlen mit. Unter dem Strich verbuchte der Medienkonzern einen Gewinnrückgang von 550 auf 349 Millionen Euro. Grund seien hohe Sonderbeträge im Vorjahr, hieß es.

Das operative Ergebnis (Operating Ebit) stieg hingegen von 596 auf 644 Millionen Euro. Dazu hätten vor allem der Industrie- und Dienstleistungsbereich Arvato, die Zeitschriftensparte Gruner+Jahr sowie der Buchverlag Random House beigetragen.

Der Rückgang beim Reingewinn liege vor allem in der Veränderung der Sondereinflüsse begründet, teilte Bertelsmann mit. Im Vorjahr hatten positive Sondereffekte wie der Gewinn aus der Veräußerung des Bertelsmann Buildings in New York den Halbjahresüberschuss kräftig erhöht. Im ersten Halbjahr 2005 senkten ihn Restrukturierungskosten bei Sony BMG und der Direct Group hingegen.

Der Umsatz ging im ersten Halbjahr vor allem wechselkursbedingt von 8,1 auf 8,0 Milliarden Euro zurück. Einige wichtige Projekte gingen erst zum 1. Juli in die Bilanz ein, betonte Bertelsmann. Die Umsatzrendite stieg auf 8,1 Prozent. Ende vergangenen Jahres hatte sie noch bei 7,4 Prozent gelegen.

Die Buchverlagsgruppe Random House erhöhte den operativen Gewinn im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 31 auf 48 Millionen Euro. Hierzu trugen vor allem Millionen-Verkäufe von Titeln wie „The Broker“ von John Grisham in Nordamerika und zahlreiche Bestseller-Titel in Großbritannien bei. Auch der Zeitschriftenverlag Gruner + Jahr konnte das Ergebnis deutlich von 96 auf 126 Millionen Euro verbessern, wozu unter anderem neue Titel, wie die französischen TV-Zeitschriften „Tele 2 Semaines“ und „TV Grandes Chaines“, beitrugen. Auch der Mediendienstleister Arvato steigerte das Ergebnis deutlich von 80 auf 100. Das Buchclubgeschäft Direct Group verringerte seinen Verlust, wozu auch die Umstrukturierung im deutschen und britischen Geschäft einen Beitrag leistete.

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