Zahlen fürs zweite Quartal
UMTS-Technik beflügelt Ericsson

Die hohe Nachfrage nach Mobilfunk-Infrastruktur der neuen UMTS-Generation bescherte dem schwedischen Telekomausrüster Ericsson ein gutes Geschäft im zweiten Quartal. Entsprechend stieg die Prognose für das Gesamtjahr.

HB STOCKHOLM. Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 18 Prozent auf 38,4 Milliarden schwedische Kronen (4,05 Milliarden Euro), wie das Unternehmen am Donnerstag mitteilte. Der Reingewinn erhöhte sich um 15 Prozent auf knapp 5,8 Milliarden Kronen (611 Millionen Euro). Der operative Gewinn kletterte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 7,3 auf 8,3 Milliarden Kronen. Die Analysten hatten weniger erwartet und zeigten sich dementsprechend zufrieden.

Vor allem der neue, schnelle Mobilfunkstandard UMTS sorgte für gute Geschäfte. Mehr als die Hälfte des Umsatzes in der Mobilfunkausrüstung gingen auf das Konto von UMTS. Das neue Mobilfunknetz ist erst im Entstehen und Ericsson nach eigenen Angaben der größte Hersteller der benötigten Technik. Doch auch mit dem Ausbau bestehender, herkömmlicher Mobilfunknetze nach dem so genannten GSM-Standard verdiente Ericsson gutes Geld. Drei Viertel seines Umsatzes macht Ericsson mit der Lieferung von Technik für den Mobilfunk. Daneben verdienen die Schweden auch gut an Wartung und sonstigen Dienstleistungen für Netzbetreiber.

Im Vergleich mit anderen Netzwerkausrüstern schnitt Ericsson gut ab. Die entsprechenden Sparten von Motorola, Lucent und Alcatel legten beim Umsatz nur einstellig zu. Ericsson war wie andere Telekom-Ausrüster nach dem Platzen der Internet-Blase in die roten Zahlen gerutscht und hatte tausende Stellen gestrichen. Das Geschäft mit den Handys hat der schwedische Konzern ausgegliedert und in ein Gemeinschaftsunternehmen mit dem japanischen Elektronikriesen Sony eingebracht.

Die über Erwartung liegenden Quartalsergebnisse veranlassten Ericsson, seine Prognose zu erhöhen. „Für 2005 gehen wir nun davon aus, dass der weltweite Markt für mobile Netzwerke, gemessen in US-Dollar, gegenüber 2004 moderat wachsen wird“, teilte das Unternehmen mit. Bislang hatte der Konzern nur ein leichtes Wachstum vorhergesagt. Nach früheren Angaben versteht Ericsson unter einem leichten Marktwachstum ein Plus von bis zu fünf Prozent und unter einem moderaten Wachstum ein Plus von bis zu zehn Prozent.

Im gesamten ersten Halbjahr steigerte Ericsson die Erlöse um 15 Prozent auf 69,9 Milliarden Kronen und den Gewinn um 35 Prozent auf 10,4 Milliarden Kronen.

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