Zeitungsbericht
Bertelsmann will angeblich sein Musikgeschäft abstoßen

Der Medienriese Bertelsmann will sich einem Zeitungsbericht zufolge von seinem Musikgeschäft trennen. Demnach wollen die Gütersloher sich mit dem Erlös vor dem drohenden Börsengang retten.

HB FRANKFURT. Bertelsmann habe Investmentbanker damit beauftragt, erste Schritte für einen möglichen Verkauf seines Musikverlages BMG Music Publishing und der 50-Prozent-Beteiligung an Sony BMG einzuleiten, berichtet die „Financial Times Deutschland“ in ihrer Montagausgabe unter Berufung auf einen „Insider“. „Ein Verkauf des Musikgeschäfts ist wahrscheinlich“, zitiert die Zeitung ihre Quelle, „die Vorbereitungen laufen bereits.“ Ein Sprecher des Gütersloher Medienkonzern wollte den Bericht der „Financial Times Deutschland“ nicht kommentieren.

Der Verkauf könnte Bertelsmann der Zeitung zufolge gut 2 Mrd. Euro einbringen. Damit könne Bertelsmann seinen Minderheitsaktionär GBL auskaufen, schreibtdie Zeitung. Der belgische Bertelsmann-Großaktionär Groupe Bruxelles Lambert hatte Ende Januar angekündigt, seinen Anteil von 25,1 Prozent an dem Medienkonzern an die Börse zu bringen und Bertelsmann damit zu einem Börsengang zu zwingen. In einem Medienbericht war die Rede davon gewesen, Bertelsmann und seine Großaktionärsfamilie erwägten den Verkauf von Unternehmensteilen, um den möglichen Börsengang zu verhindern.

Die Musiksparte BMG, die zu einem Großteil aus dem Gemeinschaftsunternehmen Sony BMG besteht, büßte im vergangenen Jahr auf Grund der Schwäche des Musikmarktes beim Umsatz 16,5 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro ein.

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