Zweistellige Rendite
Gruner+Jahr meistert Medienkrise

Viele Medienhäuser klagen über die Krise und sinkende Auflagen ihrer Produkte - der Zeitschriftenkonzern Gruner+Jahr hingegen hat wenig Grund zum Jammern: Er verzeichnet eine Rendite im zweistelligen Bereich.
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HamburgDer Zeitschriftenkonzern Gruner+Jahr steuert mit zweistelligen Renditen durch die Medienkrise. Im ersten Halbjahr erhöhte sich der Konzernumsatz der Bertelsmann-Tochter gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres von 1,22 auf 1,25 Milliarden Euro, der Gewinn vor Steuern und Zinsen ging von 125 auf 123 Millionen Euro zurück, wie das Unternehmen in Hamburg mitteilte. Bereinigt um Sondereinflüsse und Einmaleffekte ergebe sich eine Umsatzrendite von 10,1 Prozent gegenüber 10,7 Prozent im Vorjahreszeitraum.

„Das ist ein sehr erfreuliches Ergebnis, vor allem vor dem Hintergrund der höheren Papierpreise“, sagte Vorstandsvorsitzender Bernd Buchholz. Sowohl die Vertriebs- wie auch die Werbeerlöse seien weltweit gestiegen. Dabei hätten sich die internationalen Märkte, auf denen Gruner+Jahr (G+J) mehr als die Hälfte seiner Umsätze erzielt, unterschiedlich entwickelt.

In Deutschland weise G+J („Stern“, „Geo“, „Capital“, „Financial Times Deutschland“) ein solides Wachstum aus. „Unsere Strategie stimmt“, sagte Buchholz. Der im Herbst 2008 eingeleitete Um- und Ausbau des Kerngeschäfts wirke nachhaltig. Die Kosten seien gesunken, ohne dass es zu Einbußen bei der Qualität der journalistischen Produkte gekommen wäre. Das gelte sowohl für die gedruckten wie auch für die digitalen Produkte.

Der Hamburger Zeitschriftenkonzern beschäftigt rund 13.300 Mitarbeiter und erreicht mit mehr als 500 Magazinen und digitalen Angeboten Leser und Nutzer in über 30 Ländern.

Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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