Zweites Quartal wie erwartet
HP blickt optimistisch in die Zukunft

Der US-Computerkonzern Hewlett-Packard (HP) hat im zweiten Quartal exakt so viel zuvor von Analysten erwartet verdient und umgesetzt. In die Zukunft blickt das Unternehmen jedoch optimistischer als viele Experten.

HB PALO ALTO. Im laufenden Jahr werde der bereinigte Gewinn je Aktie (EPS) bei 3,76 bis 3,88 Dollar liegen, teilte das Unternehmen am Dienstag in Palo Alto mit. Analysten hatten bisher nur mit 3,71 Dollar gerechnet. Der Umsatz werde im selben Zeitraum wohl um vier bis fünf Prozent sinken, hieß es in der Mitteilung weiter. In einer ersten Reaktion gaben HP-Titel nachbörslich über vier Prozent nach. Beim Ertönen der Schlussglocke an der Wall Street hatten die Aktien noch in der Hoffnung auf gute Unternehmenszahlen sehr fest tendiert.

Im laufenden dritten Quartal rechnet das Unternehmen mit stagnierenden Erlösen, im schlimmsten Fall sollen diese um zwei Prozent zurückgehen. Den Gewinn erwartet HP bei 0,88 bis 0,90 Dollar. Hier rechnen die Experten bisher mit 0,89 Dollar.

Im abgeschlossenen zweiten Quartal erfüllte das Unternehmen die Markterwartungen punktgenau. Der Gewinn je Aktie sank leicht von 0,87 Dollar im entsprechenden Vorjahreszeitraum auf 0,86 Dollar. Der Umsatz ging um drei Prozent auf 27,4 Mrd. Dollar zurück. Dabei glich das Service-Geschäft dank der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS noch einen großen Teil der Rückgänge aus. Ohne Berücksichtigung von Währungseinflüssen konnte HP hingegen ein Plus von drei Prozent bei den Erlösen verbuchen.

Das Geschäft in den bisher zentralen Bereichen Computer und Drucker lief für HP deutlich schlechter als vor einem Jahr. Das Unternehmen erklärte den Gewinnrückgang aber auch mit einer hohen einmaligen Belastung von 382 Mio. Dollar, die aus Abschreibungen, Restrukturierungskosten und Übernahme-Ausgaben bestand. Auch der wiedererstarkten Dollarkurs sorgte für negative Umrechnungs-Effekte.

Der Umsatz der PC-Sparte fiel um ein Fünftel auf 8,1 Mrd. Dollar und das operative Ergebnis sank um 31 Prozent auf 374 Mio. Dollar. Die Rückgänge spiegeln vor allem den Trend zu günstigeren Mini-Notebooks wider, denn die Zahl der abgesetzten Geräte blieb laut HP stabil. Hewlett-Packard schnitt damit in den vergangenen Monaten immer noch besser ab als der Gesamtmarkt - nach Zahlen der Marktforscher von IDC war der weltweite PC-Absatz in den ersten drei Monaten 2009 um sieben Prozent gefallen.

Im Drucker-Geschäft schrumpften die Erlöse um 23 Prozent auf 5,9 Mrd. Dollar, der operative Gewinn sank auf 1,1 Mrd. Dollar von 1,2 Mrd. ein Jahr zuvor. Die Zahl der verkauften Drucker fiel sogar um 27 Prozent. Die Wirtschaftskrise schlug auch auf die Sparte durch, die Server- und Speicherlösungen für Unternehmen anbietet. Der Umsatz brach um 28 Prozent auf 4,5 Mrd. Dollar ein, der operative Gewinn schmolz auf 250 Mio. Dollar zusammen nach 655 Mio. im Vorjahresquartal.

Der Umsatz im Service-Geschäft wurde dagegen dank der Übernahme des IT-Dienstleisters EDS mit 8,5 Mrd. Dollar verdoppelt. Der operative Gewinn schoss auf 1,2 Mrd. Dollar hoch von 507 Mio. vor einem Jahr. Die Integration von EDS verlaufe schneller als geplant, hieß es.

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