Zwischenbilanz
LG Electronics schreibt wegen Tochterfirma rote Zahlen

Beim südkoreanischen Technologiekonzern LG Electronics steht fürs zweite Quartal ein Verlust in den Büchern. Das Loch in die Bilanz riss die Flachbildschirm-Sparte, die in ein Tochterunternehmen ausgelagert ist.

HB SEOUL. Für Analysten überraschend legte der Konzern am Mittwoch einen Nettoverlust für die drei Monate bis Ende Juni vor. Danach verzeichnete der weltweit viertgrößte Hersteller von Mobiltelefonen ein Minus von 9,7 Mrd. Won (etwa 8,1 Mill. Euro). Im Vorjahreszeitraum war noch ein Gewinn von 150,6 Mrd. Won entstanden. Analysten hatten auch für das abgelaufene Quartal mit einem Gewinn gerechnet in Höhe von 77 Mrd. Won .

Operativ verbuchte LG Electronics einen kräftigen Zuschlag, der vor allem von der Handy-Sparte getragen wurde. Der operative Gewinn wuchs um 32,4 Prozent auf 190,5 Mrd. Won und lag damit deutlich über den Erwartungen der Analysten. Der Umsatz kletterte um 3,2 Prozent auf 5,8 Billionen Won.

Das Unternehmen begründete den Gewinneinbruch mit der Beteiligung an dem Flachbildschirm-Hersteller LG Philips LCD, der einen hohen Verlust im zweiten Quartal ausgewiesen hatte. Die Preise für Flachbildschirme sind im Keller und die Nachfrage nicht so hoch wie erhofft. An dem Gemeinschaftsunternehmen mit dem niederländischen Elektronikkonzern Philips halten die Koreaner nach letzten Angaben 37,9 Prozent. Der Verlust hatte auch das Zwischenergebnis von Philips belastet.

Die Aktien von LG Electronics haben im Verlauf des zweiten Quartals rund 27 Prozent an Wert verloren.

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