Fortschritte bei der E-Mobilität
Stromtanken leicht gemacht

Die Ladeinfrastruktur gilt bislang als Achillesferse von Elektroautos. IT-Unternehmen drehen nun den Spieß um: Smarte Kabel und Ladeboxen vereinfachen die Verbrauchserfassung. Das sorgt für Schub in der Flotte.
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KölnDie 22 E-Autos von Bridging-IT bereiteten Flottenmanager Dirk Braun einst viel Mühe: Digitale Stromzähler mussten installiert werden, damit die Nutzer ihre Firmenwagen auch zu Hause laden konnten. „Sie mussten einmal im Monat den Zählerstand abfotografieren und mit der Reisekostenabrechnung einreichen“, sagt Braun. Die Firma erstattete dann den über die private Stromrechnung bezahlten Betrag.

Dieser hohe Verwaltungsaufwand gehört der Vergangenheit an: Inzwischen betreibt das Münchener Start-up Eemobility die Ladeinfrastruktur auf dem Firmengelände sowie bei den Fahrern zu Hause. Eemobility liefert den Strom – und rechnet ihn pro Fahrzeug ab. An der Entwicklung der Software war Bridging-IT beteiligt.

Das IT-Unternehmen bezahlt für die Infrastruktur und den verbrauchten Strom eine monatliche Pauschale. Der Betrag erhöht sich nur, wenn ein vereinbartes Kontingent an Kilowattstunden verbraucht wird. „Die Lösung erspart unseren Fahrern lästige Abrechnungen und wir können mit den Pauschalen gut kalkulieren“, sagt Braun.

Von konventionellen Fahrzeugen sind Flottenmanager dank Tankkarten längst gewohnt, sich nicht um die Abrechnung kümmern zu müssen. Eine wachsende Zahl von Dienstleistern will diesen Komfort nun auch beim elektrischen Laden ermöglichen. Für die Akzeptanz gewerblich genutzter E-Autos ist das ein wichtiger Baustein. Einen ähnlichen Ansatz wie Eemobility verfolgt The Mobility House. Der Anbieter greift minutengenau Daten direkt von den Ladeboxen ab, die am Arbeitsplatz und zu Hause stehen. Auf einem Kundenportal wird das zusammengeführt. Gegen eine monatliche Gebühr übernimmt The Mobility House die komplette Abrechnung.

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