Ergebnis verhagelt
Kühne + Nagel leidet unter starkem Franken

Das Ergebnis des Frachtspezialisten Kühne + Nagel leidet unter dem starken Franken. Unter dem Strich verdient das Unternehmen 2011 rund 606 Millionen Franken - und damit so viel wie ein Jahr zuvor.
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ZürichDer starke Franken hat dem Frachtspezialisten Kühne + Nagel das Ergebnis verhagelt. Unter dem Strich verdiente das Unternehmen 2011 mit 606 Millionen Franken so viel wie ein Jahr zuvor. Trotzdem will Kühne + Nagel die Ausschüttung kräftig erhöhen: Die Aktionäre sollen 3,85 Franken Dividende je Aktie erhalten nach 2,75 Franken im Vorjahr. „Wir sind weltweit gut aufgestellt und zuversichtlich, auch im laufenden Jahr unsere eigene Zielsetzung zu erreichen: profitables, über dem Markt liegendes Wachstum in allen Geschäftsbereichen“, erklärte Konzernchef Reinhard Lange am Montag. Eine konkrete Prognose für dieses Jahr wagte er nicht. Vor allem im ersten Halbjahr stellt sich das Unternehmen auf eine verhaltene Konjunkturentwicklung und eine dementsprechend geringe Dynamik des Welthandels ein.

Die flaue Weltkonjunktur bekam der Konkurrent der Deutsche Bahn-Tochter Schenker und der dänischen Moller-Maersk bereits in der zweiten Jahreshälfte 2011 zu spüren: Das zurückhaltende Konsum- und Investitionsverhalten in den USA und weiten Teilen Europas, die Tsunami- und Erdbebenkatastrophe in Japan sowie die erheblich gestiegenen Rohstoffpreise bremsten das Wachstum.

Dazu gesellte sich der starke Franken - dadurch sinken Einnahmen in anderen Währungen - als Negativfaktor: Der Umsatz sank deswegen trotz steigender Volumen um drei Prozent auf 19,6 Milliarden Franken (16,3 Milliarden Euro). Unter Ausschluss von Wechselkurseinflüssen ergab sich hingegen ein Plus von knapp zehn Prozent.

Die K+N-Aktien sanken um ein Prozent auf 117,50 Franken und entwickelten sich damit im Rahmen des europäischen Sektorindex, der unter neu angefachten Konjunkturängsten litt. „Das Ergebnis hat den Erwartungen entsprochen und der Ausblick barg keine größeren Überraschungen“, kommentierte ZKB-Analyst Marco Strittmatter.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

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