Gewinn gesteigert
Post-Aktionäre bekommen höhere Dividende

Die konjunkturellen Sorgen können die Deutsche Post nicht schocken: Der Bonner Konzern verdiente 2011 mehr als im Vorjahr und davon profitieren auch die Aktionäre. Zudem soll es 2012 noch besser laufen.
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BonnDie Deutsche Post erwartet im laufenden Jahr trotz der konjunkturellen Unsicherheiten weiteres Wachstum. Post-Chef Frank Appel warnte am Donnerstag zur Bilanzvorlage in Bonn davor, für das laufende Jahr „zu schwarz“ zu sehen. Ein „globales Rezessions-Szenario“ drohe derzeit nicht. Die Probleme um die Schulden-Krise in Europa seien lösbar. Dank des boomenden Internet-Handels und florierender Geschäfte in Asien legten operativer Gewinn (Ebit) und Umsatz 2011 im Rahmen der Markterwartungen zu. Die Aktionäre sollen mit einer erhöhten Dividende von 0,70 (Vorjahr: 0,65) Euro pro Aktie am Wachstum beteiligt werden.

Die weltweit tätigen Logistik- und Express-Konzerne wie die Post oder UPS gelten auch als Gradmesser der konjunkturellen Entwicklung. Legt der Welthandel zu, steigen bei ihnen auch die Umsätze. Die Post wolle im laufenden Jahr den operativen Gewinn auf 2,5 bis 2,6 Milliarden Euro steigern, kündigte Appel an.

2011 habe die Post bei einem Umsatz von 52,8 (51,3) Milliarden Euro ein Ebit von 2,436 (1,8) Milliarden Euro eingefahren, teilte der Bonner Konzern mit. Von Reuters befragte Analysten hatten mit Erlösen von 52,89 Milliarden Euro und einem Ebit von 2,48 Milliarden Euro gerechnet. Unter dem Strich und nach Anteilen Dritter verblieb bei der Post 2011 ein Gewinn von 1,163 Milliarden Euro. Im Vorjahr war der Gewinn noch von Bewertungseffekten im Rahmen des Postbank-Verkaufs an die Deutsche Bank auf 2,5 Milliarden Euro aufgebläht worden. Ohne die Postbank-Effekte lag der Gewinn 2011 bei 1,4 Milliarden Euro, im Vorjahr waren es 972 Millionen Euro.

Der Briefbereich, über Jahre wegen der wachsenden Konkurrenz durch die E-Mail das Sorgenkind der Post, konnte den operativen Gewinn bei 1,1 Milliarden Euro stabilisieren, das Logistik- und Expressgeschäft verbuchte einen operativen Gewinnsprung auf 1,7 (1,1) Milliarden Euro.

Im vierten Quartal mit dem wichtigen Weihnachtsgeschäft blieb der Konzern indes unter den Markterwartungen - hier wies er ein Ebit von 599 Millionen Euro aus, Analysten hatten 646 Millionen Euro prognostiziert. Konkurrent TNT Express hatte dagegen im vierten Quartal rote Zahlen geschrieben - Probleme in Brasilien belasten den Konzern. Im Gegensatz zu TNT hatte der US-Paketriese UPS im vierten Quartal die Gewinnerwartungen leicht übertroffen. Auch UPS profitierte wie die Post davon, dass immer mehr Verbraucher im Weihnachtsgeschäft ihre Geschenke im Internet kaufen - die Paket- und Logistikkonzerne bringen diese dann zu den Kunden.

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  • Dann müssen die armen Postzusteller noch schneller die Kurve kratzen . Ab 40 Jahre gehts zur ARGE.

    Leute es gibt Arbeitgeber mit höheren Löhnen ,oder wollt ihr später die Armenrente beziehen !

  • Guten Gewinn gemacht? Na dann kann der Laden ja mal seinen Zustellern einen Gutschein für " ich lerne lesen " und " mehr Kondition im Treppenhaus " schenken...bei der miserablen Zustellqualität würde das wohl mal einen wirklichen Gewinn bringen; und zwar ausahmsweise mal für die Kunden.

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