56-Jährige gilt als Zögling von Alfred Herrhausen
Thomas Fischer wird neuer Chef der WestLB

Der ehemalige Deutsche-Bank-Vorstand Thomas Fischer wird neuer Chef der angeschlagenen WestLB. Das gaben NRW-Finanzminister Jochen Dieckmann (SPD) und der Aufsichtsratsvorsitzende der WestLB AG, Bernd Lüthje, am Donnerstagmittag in Düsseldorf bekannt. Fischer soll sein Amt bereits im Januar 2004 antreten. Das Institut präsentiert damit schneller als erwartet einen Nachfolger für Johannes Ringel.

HB DÜSSELDORF. Die offizielle Wahl werde am kommenden Donnerstag im Aufsichtsrat nachgeholt, erklärte Dieckmann weiter. Vertreter aller Anteilseigner hätten der Wahl aber schon zugestimmt, und auch der Präsident der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BAFin), Jochen Sanio, habe seine Zustimmung signalisiert. Der amtierende Vorstandsvorsitzende Johannes Ringel werde Fischer für eine Übergangszeit bei seinen Aufgaben unterstützen, sagt Lüthje. Ringel selbst erklärte, er freue sich über die schnelle Lösung der Nachfolgefrage. Dies werde der Bank „auch in personeller Hinsicht die notwendige Sicherheit“ geben.

Wie Lüthje weiter bekannt gab, wird das derzeitige WestLB-Aufsichtsratsmitglied Rainer Schmitz neuer Arbeitsdirektor im Vorstand der Bank. Für die beiden weiteren freien Posten im Vorstand stünden noch keine Kandidaten fest.

Mit dem ehemaligen Deutsche-Bank-Vorstand wird ein erfahrender Bankmanager und Volkswirt künftig die fünftgrößte deutsche Bank lenken. Fischer gilt als ausgewiesener Fachmann für Risiko-Controlling. Er hatte den Machtkampf mit Josef Ackermann um die Nachfolge von Rolf Breuer als Chef der Deutschen Bank verloren und das Institut Anfang 2002 verlassen. Der 56-Jährige gilt als Zögling des im November 1989 ermordeten Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen.

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