Aktionärsrechte
Anleger müssen Irreführung belegen

Dämpfer für Aktionäre der New-Economy-Skandalfirma Comroad: Geschädigte Anleger müssten belegen, dass sie ihre Anteile wegen falscher Ad-hoc-Mitteilung orderten, entschied jetzt der Bundesgerichtshof (II ZR 147/05 und II ZR 173/05).

Das Oberlandesgericht München hatte die Ansicht vertreten, dass ein solcher Nachweis in eindeutigen Betrugsfällen mit frei erfundenen Umsatzzahlen wie bei Comroad unnötig sei.

Nach dem Richterspruch stehen Comroad-Aktionäre vor demselben Problem wie zahlreiche Ex-Anteilseigner von EM.TV: Sie haben nur Aussicht auf Schadensersatz, wenn sie ihre Aktien nicht zu lange nach der Veröffentlichung falscher Informationen gekauft haben. Unklar ist jedoch, wie lange die Zeitspanne sein darf. Das Oberlandesgericht München muss die Fälle jetzt erneut prüfen.

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