Arbeitsmarkt
Experten warnen vor Frauenmangel in Ingenieurberufen

Frauen sind in Ingenieurberufen oft Mangelware. Das schadet der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands. Zu diesem Schluss kommen Regierungsberater in ihrem Jahresgutachten zum Arbeitsmarkt.
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BerlinDie geringe Zahl von Frauen in Ingenieurberufen entwickelt sich nach Ansicht eines Beratergremiums der Bundesregierung zum „Engpass für die Innovations- und Wettbewerbsfähigkeit" Deutschlands. Wie die Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) in ihrem am Mittwoch in Berlin vorgelegten Jahresgutachten mitteilte, müssten mehr qualifizierte Frauen für den Arbeitsmarkt „aktiviert" werden, um das Problem fehlender Fachkräfte im naturwissenschaftlich-technischen Bereich nicht zu verschärfen.

In Deutschland könnten zwar mehr Frauen als Männer eine Hochschulausbildung vorweisen, aber dieser Erfolg setze sich im Erwerbsleben nicht fort, erklärte die EFI, ein von der Bundesregierung ins Leben gerufenes Gremium aus sechs Wirtschafts- und Innovationsforschern. Die ungenutzten „Qualifikations- und Innovationspotenziale" von Frauen müssten sowohl in den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Mathematik, Naturwissenschaften und Technik als auch allgemein in Chefetagen der deutschen Wirtschaft und Wissenschaft viel besser ausgeschöpft werden.

Die Experten forderten ein massives Umsteuern, um die Vereinbarkeit von Familien und Beruf für Frauen zu erleichtern. Unter anderem sprachen sie sich für den Ausbau von Kinderbetreuungseinrichtungen und die Einführung flexibler Arbeitszeiten aus. Darüber hinaus seien Benachteiligungen von Frauen bei Bewerbungs- und Auswahlverfahren in Firmen und Forschungseinrichtungen zu vermeiden, letztlich sei auch die Einführung einer Frauenquote „angemessen", um die Gleichstellung zu beschleunigen. Es gebe „erheblichen Handlungsbedarf".

Agentur
afp 
AFP news agency (Agence France-Presse) / Nachrichtenagentur

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  • Zu der Frage, wie es um Frauen in der Architektur bestellt ist und ob dort eine Quote sinnvoll ist, gab es kürzlich eine interessante Diskussion auf der Online-Plattform BKULT (www.bkult.de)! Auch in dieser Branche zeichnen die Statistken ein schwarzes Bild, obwohl es schon seit einigen Jahren mehr weibliche als männliche Uniabsolventen gibt.
    In der Debatte wurde auch kritisiert, dass es, sobald es um die Frauenquote geht, in Deutschland automatisch eine Diskussion um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie geführt wird (was auch im obigen Artikel angesprochen wird) – als ob Familie und Kindererziehung alleine die Aufgabe der Frau sei. Es besteht hier noch viel Nachholbedarf!

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