Arbeitsrecht & Management
Warum Veränderungsprozesse scheitern

Alle paar Jahre ist es wieder so weit: Eine neue Unternehmensstruktur soll für mehr Erfolg sorgen. Eine Studie zeigt aber, dass die meisten Neuorganisationen scheitern. Was Führungskräfte und Mitarbeiter wissen sollten.
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Die Commerzbank tut es, Thyssen Krupp und Danone ebenfalls und die Energieversorger erst Recht: Eine neue Organisation der Abteilungen und Geschäftsfelder sollen die Unternehmen wieder zum Erfolg führen. Für Mitarbeiter bedeuten solchen Veränderungsprozesse harte Einschnitte. Bei der Commerzbank fallen 4.000 bis 6.000 Stellen weg, bei Danone 900 und Thyssen Krupp 2.000.

Das Problem: Die meisten Veränderungsprozesse sind aber kein Erfolg. Eine Untersuchung der Unternehmensberatung Mutaree aus Eltville im Rheingau zeigt: 84 Prozent dieser Prozesse erreichen nicht die geplanten Ziele. Jeder zweite Prozess scheitert sogar. „Die häufigsten Gründe für ein Scheitern sind die zu niedrigen Budgets und mangelnde Kapazität an Mitarbeitern“, sagt Mutaree-Geschäftsführerin Claudia Schmidt. Trotzdem sorgen nicht einmal jedes fünfte Unternehmen für ausreichende Mittel um die oft aufwendigen Projekte aufzuziehen.

Wenn sich Unternehmen ständig neu erfinden und dabei regelmäßig im Chaos versinken sorgt das bei den verbleibenden Mitarbeitern für Frustration. Die Folge: Leistungsträger kündigen, die Motivation sinkt, das Unternehmen wird weniger erfolgreich. Ein Teufelskreis. Laut Mutaree müssen Unternehmen in Veränderungsprozessen mit einer ungewollten Fluktuation von durchschnittlich 12 Prozent der Mitarbeiter rechnen. Der Verlust an Produktivität beträgt mehr als 23 Prozent.

Nach Mutaree-Untersuchung planen Unternehmen für ihre jährlichen Change-Projekte im Durchschnitt etwa 14 Millionen Euro und 1.300 Personentage ein – die meisten allerdings ohne ein separates Budget für konkrete Umsetzung.

Warum scheitern Veränderungsprozesse? Wovor fürchten sich die Mitarbeiter bei Change-Prozessen am meisten und welche Kompetenzen der Führungskräfte sind entscheidend? Nehmen Sie an einer Umfrage zu diesem Thema Teil. Handelsblatt Online berichtet über die Ergebnisse.

Jens Hagen
Jens Hagen
Handelsblatt / Redakteur

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