Banken
Bittere Pille für WGZ-Chef

Neue Hürden erschweren die Fusion der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank: Werner Böhnke braucht einen neuen Job, um Aufsichtsrat der DZ Bank zu bleiben. Abhilfe schaffen könnte die schnelle Einführung des Holding-Modells. Denn als Holding-Vorstand, an der die Zentralbank aufgehängt ist, wäre Böhnke wieder aufsichtsratsfähig.

FRANKFURT. Neue Hürden erschweren die Fusion der genossenschaftlichen Spitzeninstitute DZ Bank und WGZ Bank. Denn die Satzung der DZ Bank enthält Stolpersteine für die Aufsichtsratskarriere von WGZ-Bank-Chef Werner Böhnke. Danach darf nur jemand, der ein genossenschaftliches Unternehmen leitet und an der DZ Bank beteiligt ist, im Aufsichtsrat bleiben, erfuhr das Handelsblatt aus Finanzkreisen. Denn bislang gilt laut Satzung: "Als Aufsichtsratsmitglied der Anteilseigner kann nur gewählt werden, wer einem Geschäftsführungsorgan eines genossenschaftlichen Unternehmens angehört, welches Aktionär der Gesellschaft ist." Diesen Punkt würde Böhnke nach einer Fusion nicht mehr erfüllen.

Selbst den Aufsichtsrat hatte das Thema im Februar beschäftigt, wie Beteiligte berichten. Der Fusionsprozess sei aber dennoch nicht gefährdet. Mittlerweile bahne sich eine Lösung an, die die WGZ Bank selbst ins Gespräch gebracht habe, war zu hören. Dem Vernehmen nach könnte Böhnke Chef der Beteiligungsholding der WGZ werden, in der die Stimmen der Volks- und Raiffeisenbanken im Rheinland und Westfalen gebündelt sind. DZ und WGZ wollten sich nicht dazu äußern.

Seit Ende Juni verhandeln die beiden Zentralbanken der Volks- und Raiffeisenbanken zum wiederholten Mal über einen Zusammenschluss. Derzeit gilt die Fusion als gefährdet, weil es in den Reihen der WGZ-Eigentümer zahlreiche Kritiker gibt. So weit gediehen wie dieses Mal waren die Gespräche aber noch nie. Durch die Fusion sollen jährlich bis zu 140 Mio. Euro eingespart werden.

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