Banken
Wer künftig die Deutsche Bank regiert

Mit dem Rückzug von Rolf Breuer ist die „alte Garde“ der Deutschen Bank endgültig abgetreten. Wer bestimmt künftig die Geschicke des größten deutschen Finanzhauses? dpa stellt die drei wichtigsten Manager vor:

dpa FRANKFURT/MAIN. Mit dem Rückzug von Rolf Breuer ist die „alte Garde“ der Deutschen Bank endgültig abgetreten. Wer bestimmt künftig die Geschicke des größten deutschen Finanzhauses? dpa stellt die drei wichtigsten Manager vor:

Josef Ackermann: Noch nie war seine Machtposition so groß wie heute. Nach dem Abgang von Breuer, dessen Verhältnis zu dem Schweizer Manager sich zwar konstruktiv, aber nie harmonisch gestaltet hatte, braucht Ackermann nun keine interne Kritik mehr zu fürchten. Trotz aller Ausrutscher sind die von ihm verantworteten Erfolge beispiellos in der Geschichte der Bank und haben ihm internationale Anerkennung verschafft. Auch an der New Yorker Wall Street wird sein Name mit Respekt ausgesprochen. Dennoch dürfte Ackermanns Freude getrübt sein: In der Wiederauflage des Mannesmann-Prozesses droht dem 58-Jährigen eine Verurteilung und damit auch der baldige Rücktritt.

Clemens BÖRsig: Weder als Stimmungskanone noch als Stratege hat sich Börsig bisher hervorgetan. Als Herr der Finanzen zeichnete er für die Kommunikation des blendende Zahlenwerks der Bank gegenüber Analysten verantwortlich und steuerte das Risikomanagement. In der Öffentlichkeit ist der Mathematiker, der 1999 vom Energiekonzern RWE zur Deutschen Bank kam, kaum bekannt. Mit seinem Wechsel an die Spitze des Aufsichtsrats muss der 57-Jährige zwar Gehaltseinbußen in Kauf nehmen, gewinnt aber an Einfluss hinzu: Vor allem im Fall eines Rücktritts von Ackermann würde ihm eine entscheidende Rolle bei der Auswahl des Nachfolgers zukommen.

Anshu Jain: Auch der gebürtige Inder dürfte den wenigsten Bankkunden bekannt sein - was vielleicht daran liegt, dass er von London aus arbeitet und Deutsch nicht gerade zu seinen Lieblingssprachen zählt. Der 42-Jährige ist der oberste Investmentbanker des Finanzhauses und verantwortet damit die Sparte, der die Bank ihren internationalen Ruhm zu verdanken hat. Mit Jains Ergebnissen steht und fällt der Erfolg der Deutschen Bank. Der Manager gilt als hoch intelligent, eloquent und gleichzeitig überaus ehrgeizig. Seine Leistungen machen ihn zum ersten, wenn auch etwas ungewöhnlichen Kandidaten für die Nachfolge Ackermanns.

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