Barclays-Mann Roger Jenkins
Londons mysteriöser Superbanker

Investmentbanker Roger Jenkins zählt zu den Top-Verdienern Londons. Von seinem Arbeitgeber, der Großbank Barclays, soll er im vergangenen Jahr 40 Millionen Pfund kassiert haben soll. Damit verdiente Jenkins 2006 mehr als der gesamte Vorstand von Barclays zusammengenommen. Die Londoner City hat ihm einen wenig schmeichelhaften Spitznamen verpasst.

LONDON. Dijana Jenkins gehört zu der Gesellschaftsklasse, die man gemeinhin Jet-Set nennt, und das ganz wörtlich. Für das britische Klatschmagazin „Glamour“ posierte die blonde Bosnierin Anfang dieses Jahres in ihrem 6 400 Pfund teuren Nerz-Poncho auf den Stufen eines Privatjets und ließ die wartenden Journalisten wissen, dass das Fliegen in der eigenen Maschine, sobald man es einmal probiert habe, süchtig mache.

Die Gefahr, dass die Dame, die unter anderem das Supermodel Cindy Crawford zu ihrem Freundeskreis zählt, demnächst auf das exklusive Vergnügen über den Wolken verzichten muss, ist ziemlich gering. Denn bei der 35-Jährigen handelt es sich um die Gemahlin von Roger Jenkins und der gehörte im vergangenen Jahr zur absoluten Spitzengruppe der Spitzenverdiener im britischen Bankgeschäft. Was konkret heißt, dass Jenkins von seinem Arbeitgeber, der Großbank Barclays, 40 Millionen Pfund kassiert haben soll, pro Monat wären das knapp 3,3 Mill. Pfund und pro Tag über 100 000 Pfund, allein für diese Summe müsste der deutsche Durchschnittsarbeitnehmer mehr als drei Jahre arbeiten.

So viel Geld dürfte selbst Andrej Schewtschenko beeindrucken, den russischen Stürmerstar des FC Chelsea, an den soll das Ehepaar Jenkins sein sieben Millionen Pfund teures Anwesen in der Grafschaft Surrey verkauft haben. Obdachlos sind die Jenkins’ dadurch allerdings nicht geworden, zwei Wohnungen in London und ein Anwesen in Malibu sollen die beiden nach wie vor ihr Eigen nennen, wenn man der Klatschpresse Glauben schenken darf.

Auch für Jenkins obersten Boss, John Varley, sind 40 Millionen Pfund viel Geld, schließlich verdiente Jenkins damit im Jahr 2006 mehr als der gesamte Vorstand von Barclays zusammengenommen. Ganz genau weiß allerdings keiner, wie viel Varley tatsächlich auf Jenkins Konto überwiesen hat. Denn im Gegensatz zu seiner extrovertierten Frau, die laut dem Society-Magazin „Tatler“ zu den 50 beliebtesten Gästen im exklusiven Londoner Party-Circuit gehört, ist Roger Jenkins ausgesprochen diskret, genau so wie es sich für einen seriösen Financier gehört. Bei so viel Verschwiegenheit bekommt die Erscheinung des Über-Bankers von Barclays in den vielen Erzählungen und Berichten, die über ihn in der Londoner Finanzszene die Runde machen, fast schon etwas mystisches.

Jenkins offizieller Titel lautet Head of Principal Investing and Private Equity, damit wäre er der Chef des Beteiligungsgeschäfts von Barclays. Doch tatsächlich hat er sich seinen Namen vor allem als ausgesprochen ausgefuchster Fachmann für komplizierte Finanzierungen gemacht.

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