Bernard Arnault
Kühler Trendsetter

Bernard Arnault muss den Luxuskonzern LVMH durch die Wirtschaftskrise steuern. Heute legt Frankreichs reichster Mann die mit Spannung erwarteten Zahlen vor.

PARIS/PARIS. Sein Platz ist in der ersten Reihe: Bernard Arnault, in maßgeschneidertes Tuch gehüllt, schaut zufrieden auf das Treiben der Haute-Couture-Schau von Dior. Stardesigner John Galliano zaubert dieses Jahr ein wahres Krisen-Kontrastprogramm auf den Laufsteg: Models in barocker Üppigkeit und leuchtenden Farben. „Es ist etwas zum Träumen“, lobt Arnault das farbenfrohe Spektakel. Da vergisst der Dior-Eigner für einen Augenblick, dass die Show drei Millionen Euro kostet.

Der 59-Jährige ist einer der wichtigsten Männer der Pariser Modeszene. Ihm gehört nicht nur das Traditionshaus Dior. Über seine Luxusholding LVMH kontrolliert er noch prestigeträchtige Marken wie Louis Vuitton oder das Champagner-Haus Moët & Chandon.

Daher hält sich der Selfmade-Milliardär nicht lange mit Träumen auf. Von Diors Modewelt kann er blitzschnell aufs Geschäft umschalten. So orakelt er am Rande des Défilées, dass die internationale Wirtschaftskrise bis Ende 2010 anhalten könnte.

Die Krise wird auch an Arnaults Glamour-Imperium Kratzer hinterlassen. Das dürften die Jahresergebnisse von LVMH zeigen, die Arnault heute Abend vorlegt. Und auch auf anderen Baustellen des Unternehmers läuft es derzeit nicht rund: Sein Investment in den Supermarktriesen Carrefour ist ein Desaster, die Aktie hat im vergangenen Jahr fast die Hälfte ihres Wertes verloren. Wenig Freude dürfte er auch an der Zeitungsgruppe „Les Echos“ haben.

Seite 1:

Kühler Trendsetter

Seite 2:

Seite 3:

Seite 4:

Seite 5:

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%