Bernd Drouven
Aurubis-Chef schmeißt hin

Das ist eine faustdicke Überraschung: Bernd Drouven schmeißt als Aurubis hin. Europas größte Kupferhütte muss sich bis zum Ende des Jahres einen neuen Chef suchen.
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HamburgEuropas größte Kupferhütte Aurubis verliert überraschend ihren Vorstandschef: Bernd Drouven werde seinen zum Jahresende auslaufenden Vertrag auf eigenen Wunsch nicht verlängern, teilte der Konzern am Freitag mit. Drouven, der zuvor Finanzchef des Hamburger Unternehmens war, war vor gut drei Jahren an die Spitze der damaligen Norddeutschen Affinerie gerückt. Nach der Übernahme des belgischen Rivalen Cumerio wurde der Konzern in Aurubis (rotes Gold) umbenannt. Vergangene Woche hatte der Konzern, an dem der Stahlkocher Salzgitter beteiligt ist, den Kauf der Walzproduktsparte der britischen Luvata-Gruppe für bis zu 250 Millionen Euro angekündigt.

Zu den Gründen für Drouvens Ausscheiden machte das Unternehmen keine Angaben. Aufsichtsratschef Ernst Wortberg bedauerte den Weggang des Spitzenmanagers. Für eine Nachfolge würden sowohl interne als auch externe Lösungen geprüft.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur

Kommentare zu " Bernd Drouven: Aurubis-Chef schmeißt hin"

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  • Hallo,

    ich habe hier eine andere Meinung ! Ehrlich gesagt sind es in der Regel nicht die Charismatiker, die ein Unternehmen nachhaltig positiv prägen. Ich empfehle die Lektüre von Jim Collins "From Good to Great" !

    Entscheidend ist, was unter der Haube passiert. Unternehmen leben von richtigen Entscheidungen und nicht vom (subjektiv wahrgenommenem) Charisma Einzelner. Der Luvata Zukauf hat zumindest das Potential, die Potentiale der eindeutig formulierten Strategie freizusetzen. Die Integration dürfte eine echte Herkulesaufgabe sein, und da hätte ich mir gewünscht, dass Hr. Drouven seinen Vertrag verlängert !

    Ein Interssierter

  • Gar nicht so schlecht. Herr Drouven hat nicht das Charisma, um als mitreißende Führungspersönlichkeit wahrgenommen zu werden. Fragliche Globalisierungsstrategien einhergehend mit verwässernden Kapitalerhöhungen dürften nicht zu einer Stärkung des Unternehmens in seiner dank des Vorgängers Marnette starken, wenngleich eurozentrischen Position führen. Gut, dass es einen Wechsel gibt. Ein guter Kommunikator ist Herr Drouven sicherlich nicht gewesen. Auf dass ein Nachfolger vom Schlage eines Herrn Marnette gefunden werde!
    Ein Aktionär.

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