Borussia Dortmund
BVB-Chef verdient mehr als mancher Dax-Boss

Der Ruhrgebiets-Club Borussia Dortmund sonnte sich im vergangenen Jahr im sportlichen Erfolg. Der Gewinn der Fußball-Meisterschaft und des DFB-Pokals zahlte sich für Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke aus.
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DüsseldorfNach dem sportlichen Erfolg mit Borussia Dortmund folgt der finanzielle: BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke erhält für das Geschäftsjahr 2011/12 der Aktiengesellschaft einen Bonus von etwas mehr als 1,4 Millionen Euro zusätzlich zum fixen Einkommen in Höhe von 750.000 Euro und einer „sonstigen Vergütung“ in Höhe von 18.000 Euro. Das ist dem Geschäftsbericht der Gesellschaft zu entnehmen.

Mit einem Gesamtsalär von 2,181 Millionen Euro braucht sich der Manager auch nicht vor Vorständen der 30 größten Börsengesellschaften verstecken. Legt man die von dem Aktionärsschützer-Verband DSW erstellte Übersicht zu Grunde, würde Watzke es immerhin auf Rang 27 der Dax-30-Vorstandschefs schaffen. Er verdiente mehr als die Chefs von K+S, Beiersdorf und Commerzbank im Jahr 2011. Im Vorjahr hatten Watzkes Bezüge 1,319 Millionen Euro betragen.

Dortmund hatte im Geschäftsjahr einen Umsatz von 215 Millionen Euro erzielt und 34,3 Millionen Euro Gewinn gemacht. Erstmals sollen daher die Aktionäre seit dem Börsengang vor zwölf Jahren eine Dividende erhalten. Watzkes Geschäftsführer-Kollege Thomas Treß verdiente 1,394 Millionen Euro nach 791.000 Euro im Vorjahr.

 
Martin Dowideit, Leiter Digitales, Handelsblatt.
Martin Dowideit
Handelsblatt / Leiter Digitales

Kommentare zu " Borussia Dortmund: BVB-Chef verdient mehr als mancher Dax-Boss"

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  • Und was haben die Aktionäre davon? Migrige 0,06 Cent !
    So behandelt man keine Fans, die Ihren Teil dazu beigetragen haben, dass diese "Wunder" möglich wurde.
    Eine deratige Arroganz/Egoismus hätte ich den Verantwortlichen des BVB nicht zugeraut.
    Zumindest ein Vorkaufsrecht für die Karten ab Achtelfinale wären eine kleine Entschädigung.

  • Eben; wenn ich diese Missgunst schon wieder höre !
    Watzke hat in diesem Geschäft "Bundesliga" etwas vollbracht, was so wohl noch niemand vor ihm geschafft haben dürfte, nämlich mit kluger und vorsichtiger Finanzpolitik ein gebeuteltes Unternehmen (tut das zu
    sagen weh) vom totalen Bankrotteur zum europäischen Erfolgsaspiranten zu machen, und das ohne jemandem Schaden zuzufügen, was viele Manager, die sich ihre Meriten mit massenhaftem Personalabbau verdient haben und ungeachtet der Bilanz ihres Unternehmens mit Wahnsinns-Abfindungen verabschiedet werden, wohl nicht von sich sagen können !
    Fazit: Das hat Aki sich redlich (!) verdient.

  • Genau eine Regierung oder Vielmehr Staatsform die Wohlstand sichert und Rechtssicherheit bietet ist also überflüssig...sehr interessant?! Ohne diese Dinge gäbe es aber keine Fußballspiele dieser Art die obendrein in den allermeisten Fällen auch noch friedlich verlaufen. Etwas gegenteiliges zu behaupten finde ich schon sehr fragwürdig....
    Und im Übrigen. Ein guter Dax Chef sichert Arbeitsplätze in diesem Land. Arbeitsplätze die ein Gehalt bieten umd Fußballspiele oder sonstigen Luxus überhaupt zahlen zu können....Wenn ich diese Missgunst immer höre, unglaublich...

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