Brooks tritt zurück
In Murdochs Reich rollen Köpfe

Der Abhörskandal bei der Boulevardzeitung „News of the World“ hat weitere Folgen. Er kostet die frühere Chefredakteurin und heutige Chefin von News International, Rebekah Brooks, den Posten.
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LondonFast zwei Wochen hat sie sich dem Druck widersetzt, am Tag elf der Krise im Rupert Murdochs Reich ist Spitzenmanagerin Rebekah Brooks eingeknickt und hat ihren Rücktritt erklärt. Sie wolle nicht länger im Brennpunkt der Affäre stehen, erklärte sie am Freitagvormittag. Ihr Rücktrittsangebot sei von Rupert und seinem Sohn James Murdoch akzeptiert worden.

Rebekah Brooks stand an der Spitze von News International, der britischen Zeitungstochter von Murdochs Medienkonzern News Corporation. Zu News International gehören die Zeitungen „Times“, „Sunday Times“ und die „Sun“. Auch das Revolverblatt „News of the World“ war Teil dieser Sparte, bis es am vergangenen Wochenende eingestellt wurde.

Zuvor waren Details über illegale Recherchemethoden der Redaktion ans Tageslicht gekommen. Journalisten von „News of the World“ sollen nicht nur die Handy-Mailboxen von Prominenten, sondern auch von Mordopfern und von Angehörigen gefallener Soldaten abgehört haben – möglicherweise auch von Opfern der Terroranschläge am 11. September 2001 in New York.

Ein Teil der Handy-Schnüffeleien spielte sich ab, als Brooks noch Chefredakteurin der „News of the World“ war. Sie hat bislang stets bestritten, etwas davon gewusst zu haben.

Brooks hat ihr gesamtes Berufsleben bei Murdoch-Zeitungen verbracht und gilt als Ziehkind des Medienmoguls. Er behandle sie wie seine leiblichen Kinder, sagen Beobachter.

Die inzwischen 43-Jährige hat im Alter von 20 Jahren als Recherche-Assistentin in Murdochs Unternehmen angefangen, schnell wurde sie Reporterin bei „News of the World“ und hat sich den Ruf aufgebaut, ganz und gar nicht zimperlich zu sein. So soll sie sich schon mal als Putzfrau verkleidet, in die Redaktionsräume des konzerninternen Konkurrenten „Sunday Times“ eingeschmuggelt und dort stundenlang auf der Toilette versteckt haben – mit dem Ziel, eines der ersten Druckexemplare der „Sunday Times“ zu ergattern, um eine Exklusivgeschichte für „News of the World“ kopieren zu können.

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Der wahre Grund für ihr Einknicken

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  • Das Problem ist, dass die Lady gleich einen noch höher dotierten Job ergattern wird. Freie Marktwirtschaft!

  • Wenn es sich bewahrheitet das die Lady "Dreck am Stecken hat" und davon gewusst hatbzw. eventuell selbst daran beteiligt war, dann kann man da nur sagen "Pech gehabt, alles rächt sich eben doch einmal" oder "Wer hoch fliegt fällt auch tief"......

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