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Standards fehlen

Finanzinvestoren treiben das Geschäft von Unternehmensberatungen. Doch die Beziehungen der Fondsmanager und der Consultants sind noch wenig professionell, urteilt eine aktuelle Studie.

DÜSSELDORF. Das Geschäft der Unternehmensberater boomt seit Jahren, und das liegt nicht zuletzt am wachsenden Geschäft der Private-Equity-Fonds. Finanzinvestoren engagieren Berater etwa für die Prüfung und für den Umbau der übernommenen Firmen. Große Managementberatungen wie McKinsey oder Bain & Company haben davon deutlich profitiert.

Bei Auswahl und Übernahme ihrer Portfoliounternehmen gehen Finanzinvestoren meist hochprofessionell vor. Die Zusammenarbeit mit den Beratungen hingegen läuft noch weitgehend unstrukturiert ab. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie, die erstmals das Verhältnis von Private Equity und Unternehmensberatung beleuchtet. Die Düsseldorfer Beratungsgesellschaft Krups Consultants und der Interimsmanager Martin Franssen haben 23 Private-Equity-Gesellschaften (PE) in Deutschland dazu befragt. Die Ergebnisse liegen dem Handelsblatt exklusiv vor.

41 Prozent der PE-Fonds geben jährlich mehr als 200000 Euro für Beratungsleistungen aus. Überraschend arbeiten Finanzinvestoren schon in der Auswahlphase mit Beratern zusammen: Tipps, bei welchen Unternehmen es anzuklopfen lohnt, bekommen PE-Fonds oft von Beratungen selbst.

Doch rücken die Consultants vor allem später zur Restrukturierung des Finanz- und Rechnungswesens in den übernommenen Firmen an. Zudem setzen PE-Fonds die Experten verstärkt zum Umbau von Vertrieb, Einkauf und Produktion ein – ein Indiz dafür, dass Fonds die angestrebte Rendite nicht allein durch finanzielle Optimierung ihrer Portfoliounternehmen erreichen, sondern tiefer eingreifen müssen. „Die Wertsteigerung des operativen Geschäfts entscheidet künftig stärker darüber, ob eine Beteiligung für eine PE-Gesellschaft erfolgreich wird“, heißt es in der Studie.

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