Die Chef-Beraterin
Einer für alle, alle für den einen

Er ist nie da, wenn man ihn gerade braucht. Und wenn er da ist, dann braucht man ihn meistens nicht. Der Regenschirm. Macht aber eigentlich nichts. Stehlen ist zwar nicht schön. Aber Regenschirme stehlen ist was anderes.
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Wir haben es mit rund 120 Regentagen im Jahr zu tun. Und dafür werden, das ist das eigentlich Erstaunliche, in Deutschland jedes Jahr 25 Millionen Regenschirme verkauft. Damit kommt auf drei Einwohner Deutschlands jedes Jahr ein neuer Regenschirm. Und in dieser Rechnung sind die von Hotels, Banken und anderen verschenkten Schirme noch gar nicht berücksichtigt. Das sind Massen! Wo bleiben die? Und wer kauft die?

Die Regenschirmindustrie will uns weismachen, dass die Schirme größtenteils als traurige Skelette mit Stofffetzen im Müll landen, wegen der schlechten Qualität der Schirme. Es werde zu wenig Geld für Regenschirme ausgegeben, soll uns das wohl sagen. Aber das bezweifle ich.

Es ergibt meiner Meinung nach überhaupt keinen Sinn, Geld für Regenschirme auszugeben. Ob Sie einen Regenschirm haben oder drei – egal. Beispiel: Sie machen sich mit dem Auto auf den Weg ins Büro. Bei strahlendem Sonnenschein. Sie setzen die Kinder unterwegs im Kindergarten ab, es ist schon leicht bewölkt; Sie kommen am Büro an, der Himmel wird immer dunkler, die gemieteten Parkplätze in der Tiefgarage sind alle belegt, ein kräftiger Wind kommt auf, vor der Tür ist kein Parkplatz frei.

Sie parken zwei Blocks weiter, Sie steigen aus – und es gießt in Strömen. Wo sind Ihre Regenschirme? Zu Hause. Klar. Regenschirme sind immer da, wo Sie nicht sind. Wenn Sie Glück haben, hat Ihre Tochter den pinkfarbenen Regenmantel mit den Katzentatzen drauf auf der Rückbank liegen gelassen, den können Sie sich dann über den Kopf halten.

Szenario II: Sie gehen aus. Zu zweit. Candlelight Dinner mit Ihrer Frau. Heute also. Ihre Frau sieht umwerfend aus. Allerdings mag man sich nicht ausmalen, was mit Kleid, Make-up und Frisur geschehen würde, käme sie in den Regen. Also nehmen Sie einen Schirm mit. Obwohl es gar nicht regnet.

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Billig? Macht nichts.

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