Der 58-Jährige hat schon so manches Wechselbad überstanden
Disziplin, Disziplin, Disziplin

Peter Brabecks Gesprächspartner sitzen in der Regel mit dem Rücken zur Wand – ein alter Verkäufertrick. Ihr Blick schweift über die Gipfel der Savoyer Alpen. Vor ihnen glitzert der Genfer See. Oft wärmt auch die Sonne das Gegenüber des Nestlé-Chefs in der Konzernzentrale im schweizerischen Vevey. Um den Wohlfühlpegel zu optimieren, versprüht der Österreicher Brabeck dazu ein bisserl Charme. Vielleicht noch etwas Konfekt? Oder doch noch einen kleinen Braunen?

VEVEY. Chefverkäufer Brabeck parliert mal in Englisch, Französisch, Spanisch oder im vertrauten Deutsch. Der zarte Schmelz der Heimat tränkt seinen Tonfall. Mit 58 Jahren sieht er so jung und gesund aus, als hätte er immer getreu dem Nestlé-Motto gelebt: „Good Food, Good Life“. Elastischer Körper. Volles, kurz geschorenes Haar, hellwache blaue Augen.

Und immer freundlich.

So präsentierte der Nestlé-Chef auch gestern die jüngsten Zahlen: Der größte Nahrungsmittelkonzern der Welt hat sich mal wieder gut geschlagen. Ohne den lästigen „Wechselkurseinfluss“ wäre das Unternehmen auch nominell in Schweizer Franken noch größer, noch stärker, noch besser geworden. Aber so schaffte Brabeck immerhin ein markantes „organisches Wachstum“.

Nach der Präsentation schritt er eilends zurück ans Werk: Nestlé soll noch größer, noch stärker, noch besser werden. Seinen Part definiert er so: „Mein Job ist es, einen Athleten, der die 100 Meter in zehn Sekunden rennt, so zu verbessern, dass er die 100 Meter in 9,8 Sekunden rennt.“

Denn schon jetzt ist Nestlé Weltklasse: Nestlé-Eis, Nestlé-Wasser oder Nestlé-Spinat isst man überall auf dem Globus, selbst in Nordkorea. Und trotz der schieren Größe des Geschäfts führt Brabeck die Firma mit straffer Hand: Er schaffte es als Erster, die Firmengrundsätze des Konzerns zusammenzufassen.

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