Deutliche Mehrheit
Rolf Gerlach ist neuer Aufsichtsratschef der WestLB

Der Aufsichtsrat der WestLB AG hat am Dienstag den westfälischen Sparkassenpräsidenten Rolf Gerlach zum neuen Aufsichtsratschef gewählt.

HB DÜSSELDORF. Damit bauen die Sparkassen als künftige Mehrheitseigner der Bank ihren Einfluss auf die WestLB aus. Nach vier Jahren solle Gerlach dann von einem Vertreter des Rheinischen Sparkassenverbandes abgelöst werden, teilte der Westfälisch-Lippische Sparkassen- und Giroverband (WLSGV) weiter mit.

Gerlach sei mit deutlicher Mehrheit gewählt worden, sagte ein Sprecher des WLSGV. In Branchenkreisen hieß es, Gerlach sei mit 14 zu sechs Stimmen zum neuen Aufsichtsratschef bestimmt worden. Es habe auch andere Kandidaten gegeben. Ursprünglich hatte eine Vorentscheidung über den neuen Aufsichtsratschef bereits am Montag im Kreis der Eigentümer gefällt werden sollen. Dies sei aber misslungen, hieß es in den Kreisen weiter.

Der neue WestLB-Chef Thomas Fischer, der Anfang des Jahres an die Spitze des Instituts gerückt war, hatte bereits eine engere Zusammenarbeit mit den Sparkassen angekündigt. Der bisherige Aufsichtsratschef des Instituts, Bernd Lüthje, hatte erklärt, er werde sein Mandat an diesem Dienstag nach der Hauptversammlung der Bank niederlegen.

Grund für das Ausscheiden Lüthjes, der Vorstandschef der NRW.Bank ist, ist das beschlossene Ende des Mutter-Tochter-Modells zwischen der NRW.Bank und der WestLB AG. Die NRW.Bank hält derzeit noch 100 Prozent der WestLB und gehört zur Zeit zu 43,2 Prozent dem Land Nordrhein-Westfalen, zu jeweils 16,7 Prozent den beiden Sparkassenverbänden und zu je 11,7 Prozent den beiden Landschaftsverbänden des Landes. Im Zuge einer nach langen Querelen vereinbarten Kapitalerhöhung der WestLB um insgesamt 1,5 Milliarden Euro, die allein von den beiden Sparkassenverbänden getragen wird, hatten die Eigentümer das Ende des bisherigen Mutter-Tochter-Modells beschlossen. Die beiden Sparkassenverbände werden zum 30. Juni aus dem Eigentümerkreis der NRW.Bank ausscheiden und sich mit jeweils 30,6 Prozent direkt an der WestLB beteiligen.

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