Deutsche Bahn
Pofalla steigt zum Netz-Chef auf

Ronald Pofalla steigt laut Berichten bei der Deutschen Bahn zum Infrastruktur-Vorstand auf. Das Ressort gilt als das wichtigste im Konzern. Damit steigen seine Chancen erneut, Nachfolger von Konzernchef Grube zu werden.
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BerlinEx-Kanzleramtschef Ronald Pofalla rückt offenbar bei der Deutschen Bahn zum 1. Januar 2017 zum Infrastruktur-Vorstand auf und verbessert damit seine Chancen auf die Nachfolge von Konzernchef Rüdiger Grube. Das berichten die Nachrichtenagenturen Reuters und dpa am Freitag übereinstimmend. Die Personalie soll am Mittwoch bei der Aufsichtsratssitzung der Bahn beschlossen werden.

Mit dem zentralen Ressort Infrastruktur würde er jetzt erstmals operative Verantwortung für das Bahn-Geschäft erhalten. Das Ressort gilt mit über 50.000 Mitarbeitern auch als das wichtigste und einflussreichste im Konzern, da zumindest alle Entscheidungen für die Bahn in Deutschland dort mit abgestimmt werden müssen. Der jetzige Vorstand Volker Kefer war so zugleich Stellvertreter von Grube.

Kefers Vertrag läuft aus. Auch wegen der Kostensteigerungen beim Projekt Stuttgart 21 verzichtete er auf eine Vertragsverlängerung. Alexander Kirchner, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats und Chef der Eisenbahngewerkschaft EVG, rügte Kefer damals öffentlich dafür, dass er urplötzlich für Stuttgart 21 Zusatzkosten von 600 Millionen Euro publik mache, nachdem drei Monaten zuvor angeblich „noch alles in Ordnung“ gewesen sei. Diese Kostenexplosion war schlussendlich der Auslöser für den Rückzug Kefers.

Während Kefer ebenfalls für den Technik-Bereich zuständig war, soll für diesen aber nun ein neuer Vorstandsposten eingerichtet werden. Pofalla bleibt Chef-Lobbyist. Die Personalie braucht nach Angaben aus dem Umfeld des Aufsichtsrats noch die Zustimmung der Arbeitnehmervertreter, die jedoch als sicher gilt. Ein Bahn-Sprecher erklärte, man äußere sich zu Personalspekulationen nicht.

Die Spekulationen, dass Pofalla als Kronprinz für Bahnchef Rüdiger Grube aufgebaut wird, erhalten jetzt neue Nahrung. Pofalla galt zwar schon seit seinem Amtsantritt bei der Bahn Anfang 2015 als starker Mann. Als Schwachstelle wurde aber wiederholt die mangelnde Erfahrung im operativen Geschäft von Unternehmen genannt. Das würde sich jetzt ändern.

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Arriva-Vorstand wird verkleinert

Kommentare zu " Deutsche Bahn: Pofalla steigt zum Netz-Chef auf"

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  • "Herr Fritz Porters - 18.11.2016, 11:43 Uhr

    @ Herr Hoffmann

    ich habe nicht diesen enormen politischen Sachverstand wie Sie, aber die von Ihnen beschriebene "Grünen-Sozialistischen Vernichtungspolitik".... ist das sowas wie ein "Gemüseauflauf"? :-D
    Herrlich, die Kommentare sind echt Comedy... einige Artikel im HB sind echt besorgniserregend, aber die Kommentare können einem das Lachen zurückzaubern. Danke ...muss weiter arbeiten...aber nachher schaue ich noch mal in die Kommentare...will doch auch später noch was zu schmunzeln haben..."

    @Porters

    VIELEN DANK Herr Porters,
    es ist wirklich ein immenser Zeitaufwand, von morgens bis abends zu jedem Artikel so witzige Kommentare zu schreiben.
    Bei manchen Artikeln sogar mehrere.
    Schön das Sie das zu schätzen wissen.

    Aber die Ehre gebührt nicht mir alleine. An den Comedy-Kommentaren sind noch weitere Leute beteiligt die auch gewürdigt sein wollen:
    Paff, von Horn, Trautmann, Vinci Queri, Delli, Bollmohr, Caruso, Mücke, Ebsel....

    ohne sie wäre ich hier sehr einsam !
    Danke

  • Pofalla bei der Bahn! Seit wann haben Züge Drehtüren? Gut, dass ich kaum noch mit der Deutschen Bahn fahren muss, das wird in den nächsten Monaten eine noch schlimmere Katastrophe als ohnehin schon. Und ich dachte, naiv, wie ich bin, der Mehdorn sei nicht zu toppen! Was für ein Fiasko!

  • Mit Netzen kennt sich Pofalla ja aus.
    Er war als Kanzleramtsminister für den NSA-Skandal zuständig. Aber hören Sie selbst:

    "...Uns´re Chef-Verharmloser sind jetzt sauer,
    als Chef-Aufklärer sie sich jetzt trau´n.
    Gratuliere zum Internet Clown!
    Liegen nun medienwirksam auf Lauer.
    Doch was ist das wirkliche Drama?
    „Mir ist nichts bekannt!“, sagt auch Obama.
    Und wenn doch, sei es nur wegen Osama.

    Stellt Euch vor, wir lauschen gerne:
    Goethe, Kant und Beethoven,
    unserer Kultur in intakter Natur.
    Den Amis ist das zu ferne..."

    https://youtu.be/pcc6MbYyoM4

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