Deutsche Konzerne ernten international immer weniger Bewunderung
Nur BMW darf mit den Großen spielen

Weltkonzerne gibt es eine ganze Reihe in Deutschland. Doch internationale Bewunderung erheischen sie allein wegen ihrer Größe noch lange nicht. Im Gegenteil: In den Augen der Top-Manager weltweit ist die Mehrheit der deutschen Konzerne allenfalls Mittelmaß.

HB DÜSSELDORF. Unter den 50 renommiertesten Unternehmen weltweit findet sich mit dem Autobauer BMW nur ein deutsches Unternehmen, so das Ergebnis der Studie „The World's Most Admired Companies“ der Unternehmensberatung Hay Group in Frankfurt in Kooperation mit dem US-Wirtschaftsmagazin Fortune.

Die wichtigste Botschaft dieser Studie, dem dem Handelsblatt deutschlandexklusiv vorliegt: Die hiesigen Konzerne stehen deutlich schlechter da als noch im vergangenen Jahr. Damals waren mit BMW und Volkswagen noch zwei deutsche Autobauer unter den 50 Top-Unternehmen vertreten. In der Zwischenzeit ist VW von Platz 37 abgestürzt und nicht mehr unter den Top-50. BMW muss sich jetzt mit Platz 15 begnügen, nachdem die Münchner vergangenes Jahr noch mit Rang 12 geglänzt hatten.

Die Sieger-Nation ist eindeutig Amerika. Die ersten 10 Plätze sind mit einer Ausnahme fest in amerikanischer Hand. Angeführt von Wal-Mart folgen General Electric, Microsoft, Johnson & Johnson, Berkshire Hathaway, Dell, IBM, die japanische Toyota, Procter & Gamble sowie Fedex. Auch auf den weiteren Top-Plätzen des Rankings dominieren die Amerikaner, die 36 der ersten 50 Plätze belegen.

Neben BMW auf Platz 15 sind die Nächstplatzierten Sony, der japanische Elektronikriese, auf Platz 16, der finnische Mobilfunkkonzern Nokia auf Platz 19, der Schweizer Konsumgüterhersteller Nestlé auf Platz 21 und der japanische Automobilbauer Honda auf Platz 24.

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