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Deutscher Nobelpreisträger erfreut über Preis für Spieltheorie

Der deutsche Träger des Wirtschaftsnobelpreises von 1994, Reinhard Selten, hat sich erfreut über eine weitere Auszeichnung im Bereich der Spieltheorie gezeigt.

dpa BONN. Der deutsche Träger des Wirtschaftsnobelpreises von 1994, Reinhard Selten, hat sich erfreut über eine weitere Auszeichnung im Bereich der Spieltheorie gezeigt.

„Das ist relativ unerwartet. Aber ich hatte eigentlich schon damals geglaubt: Wenn ein Spieltheoretiker den Nobelpreis bekommt, dann Aumann. Ich kenne ihn noch viel besser als Schelling - er ist ein Freund“, sagte Selten am Montag unmittelbar nach der Bekanntgabe der Preisträger der dpa. Die Verleihung an Schelling sei hingegen eher eine Überraschung.

Aumann habe wichtige Beiträge zur so genannten kooperativen Spieltheorie geleistet. Dabei geht es zum Beispiel um die Bildung von Koalitionen in Parlamenten - ähnlich wie bei der derzeitigen Regierungsbildung in Deutschland - sowie unter den Anteilseignern von Aktiengesellschaften. Aumann habe auch die Theorie des „Superspiels“ geprägt. Dieser Begriff bezeichnet die ständige Wiederholung eines Spiels, etwa bei der Preisbildung auf Finanzmärkten mit ihren unterschiedlichen „Mitspielern“.

Die Spieltheorie gelte inzwischen als „außerordentlich anerkannter Bereich“ innerhalb der Wirtschaftswissenschaften, sagte Selten. Der 75-jährige emeritierte Professor an der Universität Bonn ist heute noch an mehreren Forschungsprojekten beteiligt. Er hatte den Nobelpreis 1994 zusammen mit John C. Harsanyi und John F. Nash für Arbeiten auf dem Gebiet der nicht-kooperativen Spieltheorie erhalten.

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