Management
Dieter Rampl: Vom Banklehrling an die HVB-Spitze

Dieter Rampl ist ein bayerisch-österreichisches Urgewächs mit internationaler Erfahrung. Als Ziehkind der Hypovereinsbank hat es der 57-Jährige vom Banklehrling bis zum Vorstandssprecher der zweitgrößten börsennotierten Bank in Deutschland geschafft.

dpa MüNCHEN. Dieter Rampl ist ein bayerisch-österreichisches Urgewächs mit internationaler Erfahrung. Als Ziehkind der Hypovereinsbank hat es der 57-Jährige vom Banklehrling bis zum Vorstandssprecher der zweitgrößten börsennotierten Bank in Deutschland geschafft.

Wegen seiner hemdsärmeligen Art wurde Rampl in der Branche lange unterschätzt. Künftig wird er als Präsident des Aufsichtsrats der italienischen Großbank Unicredit einer der international mächtigsten deutschen Bankmanager sein.

Der gebürtige Münchner hatte seine Karriere 1968 mit einer Banklehre bei der damaligen Bayerischen Vereinsbank gestartet. Den Betriebswirt holte er später in Abendkursen nach. Lange Jahre arbeitete er im Außenhandel und im Firmenkundengeschäft der Bank, ehe er 1983 als Leiter des Nordamerika-Geschäfts zur BHF-Bank wechselte. Noch heute hat Rampl, der einen österreichischen Pass hat, ein Feriendomizil in den USA.

Ende 1994 kehrte er zur Vereinsbank zurück und rückte dort ein Jahr später in den Vorstand auf. Auch nach der Fusion mit der Hypo- Bank zum zweitgrößten deutschen Kreditinstitut gehörte Rampl als Firmenkunden-Vorstand dem engen Führungszirkel an. In dieser Funktion war er auch für einen Teil der Probleme verantwortlich, die die HVB in die Übernahme durch Unicredit trieben. Zuletzt war er auch noch für das Privatkundengeschäft in Deutschland zuständig, ehe er Anfang 2003 an die Spitze rückte. Als Vorstandschef betrieb er eine radikale Sanierung mit Stellenabbau, einer Kapitalerhöhung, der Abspaltung des Geschäfts mit Gewerbeimmobilien und dem Teilbörsengang der Bank Austria.

Die Fusion mit Unicredit bereitete Rampl nun geschickt vor. Früh signalisierte er, dass er auch mit der Rolle des Juniorpartners zufrieden wäre. In der Rolle des Underdogs fühlt sich der Manager wohl. So ist er denn auch leidenschaftlicher Fan des TSV 1 860 München, während die Bank offizieller Sponsor des ungleich größeren und erfolgreicheren FC Bayern München ist.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%