Einfluss bei Schweizer Von Roll
Milliardär von Finck gelingt weiterer Coup

Dem bayerischen Milliardär August von Finck ist in der Schweiz ein weiterer Coup gelungen. Nach monatelangem Ringen haben die Aktionäre des Schweizer Traditionsunternehmens Von Roll auf der außerordentlichen Hauptversammlung am Montag von Fincks Leute in den Verwaltungsrat gewählt, womit sie dort die Mehrheit stellen.

HB ZÜRICH. Unter ihnen ist auch der ehemalige Chef des Technologiekonzern Unaxis, Thomas Limberger, dem guten Chancen auf den Verwaltungsrats-Chefsessel nachgesagt werden. Gleichzeit erhielt auch eine Kapitalerhöhung um bis zu 323 Millionen Franken (knapp 200 Millionen Euro) von den Aktionären grünes Licht.

Der auf einer Burg im Kanton Thurgau lebende von Finck kontrolliert rund 32 Prozent der Von Roll-Titel und will nach früheren Aussagen nun das Wachstumstempo forcieren. „Neben der Erweiterung des existierenden Geschäfts werden wir nach ertragreichen Technologiefeldern Ausschau halten“, sagte Limberger.

Von Roll stellt stromsparende Elektroisolatoren für Generatoren und Elektromotoren her und war im Jahr 2006 auf knapp 550 Millionen Franken Umsatz gekommen. Der Reingewinn betrug rund 23 Millionen Franken.

Auf der Generalversammlung waren mit rund 87 Prozent des Kapitals ungewöhnlich viele Aktionäre vertreten. Im Vorfeld hatte die unterlegene Fraktion um den Grossaktionäre und bisherigen Verwaltungsratspräsidenten Oskar Ronner mit Zeitungsanzeigen kräftig die Werbetrommel gerührt, um möglichst viele Investoren zum Kommen zu bewegen.

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