Ermittlungen der US-Justizbehörden
Computer Associates verliert Chef

Beim Software-Konzern Computer Associates (CA) endet eine Ära. Sanjay Kumar, als CEO und Chairman einer der einflussreichsten Manager von CA, hat gestern seinen Rücktritt erklärt.

jkn FRANKFURT/M. Kumar zieht damit die Konsequenzen aus jahrelangen Ermittlungen der US-Justizbehörden und der Börsenaufsicht wegen Bilanzmanipulationen.

Damit haben mittlerweile 15 Manager das Unternehmen wegen des Skandals verlassen, darunter auch der ehemalige Finanzchef Ira Zar. Erst Anfang dieser Woche hatten neun Manager ihren Stuhl geräumt.

Die Ermittler werfen CA vor, im Geschäftsjahr 1999/2000 die Umsätze aufgebläht zu haben, indem Verträge rückdatiert wurden. Dabei soll es sich um eine gängige Praxis bei CA gehandelt haben. Der Rücktritt Kumars war von Branchenkennern erwartet worden. Der Druck auf den CA-Chef war zuletzt deutlich gewachsen, nachdem sein Ex-Kollege Zar die gegen ihn erhobenen Vorwürfe weitgehend eingeräumt hatte. Damit konnte Kumar dem Druck auch durch den Aufsichtsrat offensichtlich nicht mehr länger standhalten. Das Kontrollgremium ist bestrebt, die Sanktionen, die die Börsenaufsicht SEC wahrscheinlich verhängen wird, doch noch abzumildern.

Neuer Chairman ist ab sofort Lewis Ranieri, seit 2002 Mitglied des „Boards“. Eine neuer CEO werde noch gesucht, hieß es gestern. CA ist spezialisiert auf Software, mit der Unternehmen ihre Computersysteme verwalten können.

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