Fast Food
Burger-King-Chef: Männlich, ledig, jung

John Chidsey steht seit drei Jahren an der Spitze von Burger King - eine vergleichsweise lange Zeit, Chidsey ist der zwölfte CEO in 20 Jahren. Der Amerikaner konzentriert Burger King auf sein Stammpublikum. Das soll künftig dort auch noch Kaffee trinken und im Internet surfen können.

ATLANTA. John Chidsey findet, dass der Posten des CEO der "am meisten überschätzte Job der Welt" sei. Das mag Selbstschutz oder auch schwarzer Humor sein. Schließlich hatte er seinen ersten Arbeitstag als Vorstandschef noch nicht beendet, als Medien und Analysten bereits über seine Ablösung spekulierten. Chidsey ist CEO von Burger King, der zweitgrößten Fast-Food-Kette der Welt nach McDonald's. Dort ist die Fluktuation an der Spitze groß. Chidsey ist der zwölfte CEO in 20 Jahren.

John W. Chidsey muss seine Arbeit gut machen, denn er hält sich mittlerweile schon drei Jahre auf dem Chefposten. Heute legt Burger King die Ergebnisse für das abgelaufene Geschäftsjahr vor. Wie die gesamte Fast-Food-Branche gehört auch die Hamburger-Kette mit Sitz in Miami, Florida, zu den Gewinnern der Rezession. Denn die Menschen sparen, und viele sparen zuerst beim Essen. Das können sie am besten in den Fast-Food-Ketten.

Unter Chidseys Ägide will Burger King bis Ende des Jahres rund 400 neue Restaurants rund um den Globus eröffnen - und in einigen davon ein neues Konzept einführen. In den hippen Whopper-Bars können Kunden sich Hamburger nach Maß zusammenstellen: kreatives Burger-Basteln statt klassischen Whoppers, jenes Mega-Burgers mit Frikadelle, Tomate, Salatblatt, Zwiebeln Gewürzgurken, Ketchup und Mayo, der zum globalen Markenzeichen von Burger King wurde. Vor kurzem eröffnete die erste deutsche Whopper-Bar in München.

Auch will Burger King nach dem Vorbild von Marktführer McDonald's seine Filialen Zug um Zug mit kostenlosen Internetzugängen, Designermöbeln und möglicherweise sogar mit Coffeeshops ausstatten. Anders jedoch als McDonald's hat Burger King zwar Kinderportionen im Programm - doch will die Kette aus Florida nicht in erster Linie ein Familienrestaurant sein. Der Konzern fokussiert sich auf eine klar umrissene Zielgruppe, und diese ist männlich, ledig, jung. "Superfan", nennt Chidsey den idealtypischen Burger-King-Kunden und setzt hinzu: "Wir vergeuden nicht unsere Zeit, um allen Leuten alles zu bieten."

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