Filmhändler sorgt bei Pro Sieben für Zusatzgeschäfte
„Edel & Starck“ und Herr Richter

Die Fernsehzeiten sind hart. Der Optimismus bei der Sendergruppe Pro Sieben Sat 1 ist längst verflogen. Vorstandschef Guillaume de Posch musste gerade seine Wachstumsprognose korrigieren, die Losung des smarten Belgiers ist klar: Zusatzgeschäfte müssen her.

HB DÜSSELDORF. Eine Schlüsselfigur dabei: Jens Richter. Der ehemalige Chefverkäufer von Filmrechten bei der Beta-Film baut seit rund vier Wochen für den TV-Konzern den Filmrechtevertrieb Seven One International auf.

Eigentlich wollte Richter selbst Unternehmer sein. Vor rund einem Jahr versuchte er, die frühere Kirch- Firma Beta-Film zusammen mit dem Wagniskapitalgeber Bridgepoint zu übernehmen. Vergeblich – im Frühjahr hatte ihm sein früherer Förderer Jan Mojto, einst Stellvertreter von Kirch, einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Ganz bei null fängt Richter aber nicht an – auch nicht kürzlich auf der Filmmesse Mipcom, wo er seinen ersten Auftritt im neuen Job hatte. Der Verkäufer kennt wie kein Zweiter die internationale TV-Szene. Eloquent und konzentriert erzählt der braun gebrannte 38-Jährige über seine Ware: Filme, Serien und Dokumentationen. Bereits seit zehn Jahren fährt Richter zur Filmmesse. Doch diesmal – als Vertriebschef der Pro Sieben Sat 1 – ist alles anders: Das Geschäft muss aufgebaut werden.

Nach der bitteren Niederlage gegen Mojto im März tauchte der sportliche Manager für ein paar Monate ab. Nun schaut er wieder nach vorne, die Unterstützung von ganz oben ist ihm sicher: Richter ist direkt de Posch unterstellt. Selbst den Mehrheitsgesellschafter Haim Saban traf er am Rande der Filmmesse zum Gespräch. Der clevere Rechtehändler aus Beverly Hills gibt selbst gern ein paar Tipps für den neuen Geschäftszweig in Unterföhring

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