Finanzdienstleister
Cash-Life-Chef geht wegen Streit über Strategie

Der Chef des Finanzdienstleisters Cash Life, Stefan Kleine-Depenbrock, wird zum Ende des Jahres aus seinem Amt ausscheiden. Grund sind nach Angaben des Unternehmens unterschiedliche Strategie-Auffassungen zwischen dem Aufsichtsrat und dem 40-Jährigen, der seit rund drei Jahren an der Spitze der Pullacher Firma steht.

HB MÜNCHEN. Ein Sprecher wollte dies nicht näher präzisieren. „Eine Änderung der Strategie um 180 Grad ist nun aber nicht zu erwarten“, sagte er lediglich. Nachfolger Kleine-Depenbrocks wird der 39-jährige Niederländer Frank Alexander de Boer, der seit 2002 Geschäftsführer des Finanzdienstleisters Robeco Deutschland ist.

Unter anderem wegen der allgemeinen Krise an den Finanzmärkten ist der Aktienkurs von Cash Life in den vergangenen Monaten eingebrochen. Nach einem Höchststand von mehr als 30 Euro im Frühjahr liegt der Kurs nunmehr nur noch bei 10,80 Euro. Am Montag gab das im Kleinwertesegment SDax gelistete Papier erneut gut vier Prozent nach.

Cash Life kauft Lebensversicherungen auf und reicht diese gebündelt an geschlossene Fonds wie etwa das Emissionshaus MPC weiter. Die Pullacher bauen sich zurzeit mit dem Kauf von Anteilen an geschlossenen Fonds eine zweite Geschäftssäule auf. Eigentlich sollte die Beleihung von Lebensversicherungen zum zweiten Standbein werden, doch dieses Geschäft schwächelt bereits im frühen Stadium.

Kleine-Depenbrock hatte noch Anfang des Monats auf mögliche indirekte Folgen der Finanzmarktkrise auf sein Unternehmen hingewiesen. Absatzschwierigkeiten der Anbieter geschlossener Fonds könnten sich auf das Ergebnis auswirken, sagte er. Ein Cash-Life-Sprecher bekräftigte, dass die Jahresziele eines Umsatzes von 700 Millionen Euro und eines operativen Gewinns (Ebit) von 18 bis 22 Millionen Euro weiter gültig seien. In den kommenden Wochen werde aber in weiteren Gesprächen mit Fondsanbietern die Lage erörtert.

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