Freundin trotz Porsche verloren
Freundin weg, Porsche zurück bekommen

Ein Mann, der seine davonstrebende Freundin mit einem geschenkten Porsche zurückgewinnen wollte, darf nach dem Scheitern der Beziehung wenigstens sein Auto behalten.

HB KARSLRUHE. Das Oberlandesgericht (OLG) Karlsruhe erklärte die großzügige Schenkung für unwirksam - weil das entsprechende Schriftstück nicht notariell beurkundet war und die Frau nur den Schlüssel, nicht aber den Wagen bekommen hatte. In einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil wies das OLG die - erst zwei Jahre nach der Trennung erhobene - Klage der Frau ab. (Aktenzeichen: 17 U 180/04 - vom 15. März 2005)

Der Mann aus dem Raum Mannheim hatte Anfang 2001, als die Beziehung kriselte, seiner Freundin einen Schenkungsvertrag über den Porsche 928 samt Schlüssel und Fahrzeugbrief in den Briefkasten geworfen, den defekten Wagen aber erst noch in die Werkstatt gebracht. Zur Übergabe des Autos kam es nicht mehr - stattdessen trafen sich die beiden vor Gericht wieder.

Das OLG verwies auf das Bürgerliche Gesetzbuch, wonach ein Schenkungsversprechen nur wirksam wird, wenn es entweder vom Notar beurkundet oder das Geschenk tatsächlich ausgehändigt wird. Dies sei hier nicht der Fall. Dem Gericht zufolge machen weder die Schlüsselübergabe noch die Aushändigung des Fahrzeugbriefs die Frau automatisch zur Eigentümerin des Fahrzeugs.

Die bloße Möglichkeit, mit dem Schlüssel auf das Auto zuzugreifen, reichte laut OLG nicht, zumal die Frau nicht einmal genau wusste, wo sich der Porsche befand.

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