Friedrich Berentzen
Erfinder des Apfelkorns gestorben

Die Schnapsbrennerei Berentzen hat einen ihrer wichtigsten Gesellschafter verloren. Der 80-jährige Friedrich Berentzen starb nach langer Krankheit. Er hatte die Brennerei jahrelang geleitet und machte das Unternehmen mit der Erfindung des Apfelkorns über die Landesgrenzen hinaus bekannt.

DÜSSELDORF. Friedrich Berentzen, Gesellschafter des gleichnamigen Spirituosenherstellers, ist am vergangenen Freitag im Alter von 80 Jahren nach langer Krankheit im niedersächsischen Bad Rothenfelde gestorben. Dies gab die von ihm mitgegründete Berentzen-Gruppe gestern bekannt.

Den Aufstieg der 250 Jahre alten Kornbrennerei im niedersächsischen Haselünne zu einem börsennotierten Getränkekonzern hat Berentzen entscheidend geprägt. Mit seinem Bruder Hans übernahm er nach dem frühen Tod des Vaters im Jahr 1954 als 26-Jähriger die Leitung des traditionsreichen Familienunternehmens.

Die beiden Brüder entwickelten 1976 den Berentzen Apfelkorn, der das Unternehmen über die Landesgrenzen hinaus bekanntmachte. Nach der Fusion mit dem Handelsmarkenhersteller Pabst & Richarz wollte Berentzen weiter wachsen und besorgte sich die notwendigen Mittel über einen Börsengang. Im Jahr 1996 wechselte der bis dahin für Technik zuständige Friedrich Berentzen in den Aufsichtsrat.

Vorstandssprecher wurde Mitte der 90er-Jahre sein Neffe Jan B. Berentzen, der das Unternehmen aber mit wenig Fortüne leitete. Die von Anfang an gegen den jungen Berentzen eingestellte Aktionärsgruppe Pabst & Richarz erzwang schließlich 2006 dessen Rücktritt sowie den späteren Verkauf der Aktienmehrheit an den Finanzinvestor Aurelius. Ende vergangenen Jahres verlagerte Aurelius schließlich die Berentzen-Produktion vom Stammsitz Haselünne nach Minden.

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